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Eindeutige Nachrichten nach Elba

Kreisliga A Der SV Nabern holt als einziges Teckteam am ersten Spieltag Punkte. Die Dettinger zollen Topspiel-Sieger TSV Oberboihingen Respekt. Von Reimund Elbe

Schwer vorbeizukommen: Die SF Dettingen haben sich am TSV Oberboihingen die Zähne ausgebissen.
Schwer vorbeizukommen: Die SF Dettingen haben sich am TSV Oberboihingen die Zähne ausgebissen.

Schiedsrichter Niklas Loser aus Dornstadt hat gestern um 13 Uhr auf dem Rasen-Nebenplatz des Weilheimer Lindachstadions die ersten Kreisliga A-Fußballer auf die Reise ins Ungewisse der Saison 2021/2022 geschickt, bevor die restliche Schar ab 15.30 Uhr auf den anderen Plätzen folgte. Dabei begann die Runde für das Weilheimer Team von Robert Walter durchaus manierlich. Nikita Jason Hindennach, Ex-Jugendspieler des TSV Ötlingen, lieferte in der 38. Minute nach einem Steilpass ein cooles Solo ab, ließ den nahenden Großbettlinger Keeper Maximilian Schmid per geschickter Ballverlagerung und Körpertäuschung aussteigen, schob zum 1:0 ein. Das war‘s auch schon weitgehend aus Weilheimer Sicht. „Wir haben noch viel Luft nach oben“, stellte Weilheims Spielbeobachter Gianni Mantineo kurz nach Spielende und einer 1:4-Niederlage trocken fest. Man merke am teils niedrigen Spieltempo, so Mantineo, dass die Corona-Pause doch noch Auswirkungen zeige.

Brändle macht den Unterschied

Heimniederlage für den TSV Weilheim II, Heimniederlage für die SF Dettingen. Das im Vorfeld zum Topduell hochstilisierte Match brachte den Dettingern reichlich Erkenntnisse. Zum Beispiel, dass ein Torjäger namens Marc Brändle auch nach der Lockdownphase ein Unterschiedsspieler zu sein scheint. „Er wirkt extrem fit, ist für einen Verein in dieser Liga die halbe Miete“, lautet die Einschätzung von SFD-Trainer Nebih Kadrijah nach der 1:3-Niederlage. Oberboihingen sei in dieser Verfassung „eine Wucht“. Der eins­tige Oberligaakteur wurde selbst oft neutralisiert. „Wir haben Nebih in Manndeckung genommen, konnten so seinen Wirkungskreis erheblich einschränken“, zeigte sich Oberboihingens Sportlicher Leiter Stefan Hein höchst erfreut über den taktischen Schachzug. Dettingens Abteilungsleiter Chris­tian Renz ließ sich im Urlaub auf Elba über die Spielstände unterrichten. „Dass der Oberboihinger Sieg verdient war, wurde mir von allen Informanten bestätigt“, stellte Renz fest.

Kuke als Muntermacher

Wäre nicht der SV Nabern gewesen, alle Teckteams (die TG Kirchheim war spielfrei) hätten einen Fehlstart hingelegt. Dass es den Nabernern besser erging als ihren Kollegen aus Weilheim und Dettingen, hatte viel mit Tony Kuke zu tun. Schnell und effektiv ging der SVN-Stürmer seiner fußballerischen Lieblingsbeschäftigung nach - dem Ausführen von Freistößen. In der zwölften Minute verwandelte Kuke den ers­ten gleich unhaltbar. „Seine Freistöße haben eben eine guten Ruf“, so SVN-Coach Marco Kunze gutgelaunt. „Das Spiel in dieser Tristesse bei Regenwetter war allerdings kein fußballerischer Leckerbissen“, räumte Kunze ein. Die Naberner scheinen auf jeden Fall einen neuen Lieblingsgegner gefunden zu haben: Dem 3:0 im Bezirkspokal gegen den TSV Lisnenhofen ließen sie nun ein 3:1 folgen.

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