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Eine gemeinsame Sache

Zum Leserbrief „Das Grundgesetz gibt Antwort“ vom 3. Mai

Anlass meines Leserbriefs war die Sorge der Kultusministerin um die zuweilen misslingende Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern. Es ging mir darum, aus der Sicht der philosophischen Pädagogik einen Ansatz zu bieten, wie sachhaltige Dialoge zustande kommen können. Darauf geht der Leserbriefschreiber nicht ein. Sein Brief stellt ein exemplarisches Beispiel dafür dar, warum Dialoge fehlschlagen. Denn wenn keine gemeinsame Sache da ist, die strittig ist und zu klären wäre, muss jeder Dialog ins Leere laufen. Es wird aneinander vorbeigeschrieben und -geredet.

Untergraben wird die Hoffnung auf das Glück eines gelingenden Miteinanders. Es ist der die Gründe skeptisch-kritisch abwägende Dialog, der nie müde wird, um Sachlichkeit und Mitmenschlichkeit zu ringen, um herauszufinden, was jetzt zu tun wäre. Allerdings: Er ist auch immer vom Scheitern bedroht.

Dr. Henrik Westermann, Lenningen

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