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Einseitige Wirtschaftsbrille

Zur Berichterstattung über die EEG-Umlage

Schon im Januar 2018 bekannte Umweltminister Untersteller sich zur Abschaffung der EEG-Umlage und zur Erhebung der CO2-Bepreisung. Die CDU hatte ein Jahr Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Jetzt bremst sie die grünen Pläne aus, weil sie auf die Politik in Berlin wartet. Warum ergreift die CDU nicht endlich die Chance, Politik von „unten“ zu betreiben? Beim CDU-Minister Altmaier reichen sich die Lobbyisten in Berlin die Türklinke in die Hand, um weiterhin ihre Privilegien zu erhalten: Befreiung von der EEG-Umlage, die von den kleinen Endverbrauchern - die keine Lobby haben! - zusätzlich mitfinanziert werden muss. Die Politik in Berlin hat die einseitige Wirtschaftsbrille auf der Nase und bildet sich ein, der kleine Bürger würde die Energiewende meistern, wenn er immer so weiter investieren muss. Ergebnis: Stromsperren, höchste Strompreise, Flucht in EEG-umlagefreies Heizen. 70 Prozent der Energie im Haushalt dient dem Heizen. Die Energiewende in Deutschland wächst nur, wenn die Bürger motiviert werden.

Karin Aufhammer, Kirchheim

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