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Enttäuschung hält sich in Grenzen

Tischtennis Der Linsenhofener Dang Qiu zieht ein positives Fazit von seiner ersten WM-Teilnahme in Budapest.

Budapest. „Das war ein gutes Turnier von mir. Ich nehme viele Erfahrungen mit nach Hause“, bilanziert Dang Qiu nach seiner ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Dass der Tischtennisspieler aus Linsenhofen ohne Medaille aus Budapest in die Heimat zurückflog, war nicht weiter tragisch. „Ich habe schon relativ stark gespielt, allerdings Pech mit der Auslosung gehabt.“ Außerdem habe der 22-Jährige bei seinem WM-Debüt die Erfahrung gemacht, „dass kleine Fehler auf diesem Niveau gnadenlos bestraft werden“. Das Vorhaben im Einzel, die Qualifikation zu überstehen und sich einen Platz im 128-köpfigen Hauptfeld zu erspielen, setzte Qiu erfolgreich in die Tat um. Bei seinen souveränen Erfolgen gegen Mattias Mongiusti (San Marino) und Alex Naumi (Finnland) hatte der „Penholder“-Spieler keinerlei Probleme.

Nach dem Sieg gegen Naumi kam Dang Qiu zu dem Fazit, „dass die Gegner in der Vorrunde natürlich nicht so spielstark sind wie bei einer World-Tour-Qualifikation“. In der Endrunde gelang es dem Bundesligaspieler des ASV Grünwettersbach allerdings nicht mehr, einen weiteren Sieg zu landen. Gegen Lin Yun-Ju aus Taiwan folgte eine ärgerliche Niederlage. „Es war mehr drin. Bis auf den zweiten Satz hatte ich in jedem Durchgang meine Möglichkeiten“, bilanzierte Qiu. „Vielleicht habe ich mich zu sehr davon beeindrucken lassen, was alles über meinen Gegner erzählt wird und dabei vergessen, mich auf meine eigenen Stärken zu konzentrieren.“

Eine sehr erfolgreiche Premiere feierte Dang Qiu an der Seite von Nina Mittelham (TTC eastside Berlin). Das Duo meisterte die Mixed-Qualifikation durch souveräne Siege. Doch damit nicht genug: Durch den hart erkämpften 4:3-Erfolg gegen die belgische Paarung Cedric Nuytinck/Lisa Lung zog die Kombination des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) in die Runde der letzten 32 Paarungen ein.

Die Slowaken Lubomir Pistej und Barbora Balazova bedeuteten dann jedoch die Endstation. „Unsere Gegner sind sehr eingespielt und haben in den entscheidenden Sätzen die wichtigen Punkte geholt“, analysierte Dang Qiu und trauerte gleichzeitig den vergebenen Chancen nach.

„Trotzdem haben Nina und ich sehr gut gespielt.“ Im Doppel erreichte Dang Qiu an der Seite des früheren Frickenhauseners Bastian Steger (Werder Bremen) die Hauptrunde, doch dann erwiesen sich Jonathan Groth (Dänemark) und Liam Pitchford (England) als eine Nummer zu stark. Marco Steinbrenner

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