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Es geht um die Zukunft

Zum Leserbrief „Schüler bestrafen“ vom 1. März

Ohne den von Herrn Kromer vermuteten Hintergrund der Einflussnahme durch Erwachsene hätte Greta Thunberg nicht die geringste Chance, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Gleiches trifft für die Forderung zu, Schülerinnen und Schüler - kurz alle Jugendlichen - sollten ihre Demonstrationen in die Freizeit verlegen. Über Klima- und Umweltschutz wird in allen Medien berichtet und dürfte auch in vielen (hoffentlich) Familien Thema sein. Sind wir ehrlich: Ohne den spektakulären Hintergrund - die Schule zu schwänzen - hielte sich das mediale Interesse in sehr engen Grenzen. Wenn denn Erwachsene Jugendliche und Kinder zur Erreichung bereits vor Jahrzehnten durch die Politik verkündigten - und widerrufenen - Klima- und Umweltschutzziele in dieser Art „missbrauchen“, bin ich einverstanden.

Das Interesse Jugendlicher am Umweltschutz sollte nicht unterschätz werden. Sie demonstrieren aus Überzeugung. Es geht nicht um die Vergangenheit noch lebender Generationen, sondern um die Zukunft jetziger und künftiger Nachkommen. „Vorbeugen ist besser als bohren“, so heißt es beim Zahnarzt! Genau so verhält es sich beim Klima- und Umweltschutz: Je länger energisches Handel hinausgeschoben wird, umso heftiger werden die angerichteten Schäden - und die Kosten für deren Beseitigung - sein. Die Natur kommt ohne den Menschen aus, aber nicht der Mensch ohne diese. Einen wissenschaftlichen Beweis für die wechselseitigen Beeinflussungen aller Schadstoffe - und auch der lebensnotwendigen Medien - unter sich permanent ändernden Bedingungen wie Konzentration, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck - und deren Auswirkung auf Klima und Umwelt wird es wohl nie geben.

Kohleausstieg bis 2038? Dann könnte Greta Thunberg bereits eigene Kinder haben - für die sie sich heute noch als Kind engagiert! Alle Achtung!

Herbert Woyna, Bissingen

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