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Fahranfänger und Rauschmittel: Austausch auf Augenhöhe

Peer-Projekt Fahrschulen suchen junge Leute mit Führerschein, die ihre Erfahrungen mit dem Nachwuchs teilen.

Archivfoto

Kreis. Junge Fahrer können leicht zu dummen Taten verführt werden: Nach dem letzten Bier einer durchzechten Nacht noch die Freunde nach Hause fahren oder benebelt hinterm Steuer enden – im jugendlichen Leichtsinn kann das nur allzu schnell passieren. Es kann lebensgefährlich sein, wenn zu große Risikobereitschaft auf zu kleines Verantwortungsgefühl trifft.

Doch wie können Feiern und Fahren zusammenpassen? Und wer kann den Fahrschülerinnen und Fahrschülern das richtige Gefühl für die Situation beibringen, ohne von oben herab zu wirken? Die Lösung nennt sich „Peers“: Fahrerinnen und Fahrer zwischen 17 und 26 Jahren, also kaum älter als die Fahrschüler, teilen mit den angehenden Teilnehmern des Straßenverkehrs ihre Erfahrungen und Strategien. 

Projekt hat sich bewährt

Auf Augenhöhe zu diskutieren und eingefahrene Haltungen zu hinterfragen, das ist die Idee, die hinter dem Peer-Projekt „Jung, mobil und klar“ steckt. Thema des Austauschs sind Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Die Gespräche zwischen den jungen Leuten sind in der Regel sehr offen und lebendig, denn Peers, Fahrschülerinnen und Fahrschüler haben meist einen ähnlichen Lebens- und Erfahrungshintergrund.

Fahranfänger und Fahranfängerinnen sind laut Statistik eine besonders gefährdete Gruppe. Oft spielt der Konsum von Alkohol und Drogen eine wichtige Rolle, und nicht selten kommt es zu dramatischen Unfällen mit schweren Folgen.

Seit vielen Jahren gibt es das Peer-Projekt schon in den Landkreisen Esslingen und Göppingen. Im vergangenen Jahr wurden 30 Zweierteams in Fahrschulen im Kreis durchgeführt. Mit dabei waren neun Fahrschulen, die sich für die Peer-Einheit begeistern und damit ihren Unterricht ergänzen. Bei Interesse können noch weitere Fahrschulen in das Programm eingebunden werden. 

Neue Peers sind gefragt

Jetzt startet das Projekt eine neue Online-Ausbildung für angehende Peers. Dazu gibt es am Donnerstag, 17. Februar, von 19 bis 20.30 Uhr einen Informationsabend. Neben der Ausbildung finden regelmäßige Austauschtreffen statt. Auf Wunsch erhalten die Peers ein Teilnehmerzertifikat. Unterstützt wird das Peer-Projekt von der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen. pm

 

Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es bei der Beauftragten für Suchtprävention, Christiane Heinze, unter der Telefonnummer 07 11/39 02-41578 oder per Mail an suchtpraevention@LRA-ES.de

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