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Falsche Entwarnung

Zum Leserbrief „Keine Virusinfekte“ vom 23. November

Auf die Replik von Dr. Landthaler zu meiner Warnung vor Krankheitserregern in der Natur gebe ich zu, dass ich bei der Nomenklatur etwas zu schnell geschossen habe, aber nicht in der Sache. Und wo hätte ich mich genauer informieren sollen, wenn ich aus Sicherheitsgründen keinen Internetanschluss habe? In meinem 25-bändigen Brockhaus von 1975 kommen diese Krankheiten ja noch gar nicht vor. Sie sind ja neu eingeschleppt worden. Außerdem ist es den Kranken egal, ob es sich um ein Bakterium oder ein Virus handelt. Fatal ist jedoch die von bestimmten Medizinern den Patienten eingeimpfte Meinung, als ob man mit einer Spritze alles im Griff habe.

Außerdem gibt es ja noch eine viel schlimmere Ansteckung, die vor 50 Jahren hierzulande völlig unbekannt war, aber eine tödliche Gefahr darstellt. Am vergangenen Samstag besuchte mich ein vom Tode sozusagen wiederauferstandener Neffe, der sich in einem schönen Städtchen Oberschwabens eine Legionellose zugezogen hatte - der Begriff ist noch nicht einmal im Brockhaus-Wahrig von 2013. Glücklicherweise erkannte der dortige Oberarzt die Sachlage sofort, und noch in derselben Stunde wurde er mitten in der Nacht unter künstlicher Beatmung mit dem Hubschrauber in die Uniklinik nach Freiburg geflogen, wo er an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen wurde, an der er dann drei Wochen hing und nach weiteren Tagen vier Wochen in die Reha kam. Weil wohl Panikreaktionen und natürlich Schäden für den Fremdenverkehr in Oberschwaben befürchtet wurden, kam darüber keine Silbe in der Presse, denn bis heute ist nicht klar, wo und wie er sich infizierte. Ich kann aber nach dieser Erfahrung nur alle Hausbesitzer, die eine Warmwasserheizung haben, dringend ermahnen, die jährlichen Wasseruntersuchungen vornehmen zu lassen.

Thilo Dinkel, Kirchheim

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