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Fehlende Transparenz

Zum Artikel „Der Zustand der Straße ist kriminell“ vom 25. Oktober

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Enttäuscht musste ich aus dem Teckboten entnehmen, dass der lange vorher angekündigte Beginn der Sanierung der Kreisstraße K 1203/1420 mit Baumfällarbeiten wegen eines fehlenden weitergehenden Naturschutzgutachtens nicht stattfinden kann.

Die betroffenen Bürgermeister, Gemeinderäte und Einwohner hatten nach eigener Aussage bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in der Zeitung keinerlei Informationen über diesen Umstand. Besonders enttäuschend, weil die betroffenen Gemeinden nur über die Recherche des Teckboten vom Umstand der Verzögerung erfahren haben und nicht direkt vom Entscheidungsträger.

Fehlende Transparenz, mangelnde Informationspolitik und Kompetenzgerangel der Behörden sind genau die Umstände, die zur Politikverdrossenheit führen. Da kann ich die Reaktion eines ehemaligen Gemeinderats und aktiven Gründungsmitglieds der Bürgerinitiative für den Ausbau der Kreisstraße mit Radweg aus Ohmden durchaus verstehen, dem regelrecht „der Kragen geplatzt“ ist.

Zielführend für die weitere Vorgehensweise in dieser Sache halte ich ein sachliches, zeitnahes Gespräch zwischen den betroffenen Gemeinden, dem Vertreter des Naturschutzes und dem Landratsamt Esslingen als zuständige Behörde. Hier sollten die fehlenden und weitergehenden naturschutzrechtlichen Betrachtungen und Begutachtungen erarbeitet werden und die notwendige Sanierung der Kreisstraße endgültig zum Wohl der Allgemeinheit genehmigt werden. Parallel dazu bitte ich die zuständigen Behörden, eine Befestigung des kaputten Randstreifens der Kreisstraße mit vertretbarem Aufwand herzustellen. Bis jetzt sind lediglich geplatzte Reifen, verbogene Felgen und zerbrochene Seitenspiegel von betroffenen Autofahrern zu beklagen . . .

Jörn Feldsieper, Schlierbach