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Feiern scheint ein Muss zu sein

Zum Artikel „Kirchheimer Musiknacht“ vom 23. Juli

Zur Musiknacht in Kirchheim kommen viele Besucher, sie müssen abends dafür Eintrittsgeld bezahlen. Nicht alle Bürger, die an diesem Abend die Innenstadt - ich glaube, es heißt jetzt City-Ring - aufsuchen, möchten an der Musiknacht teilnehmen. Das Eintrittsgeld, beziehungsweise den Wegzoll, müssen sie trotzdem entrichten. Kompliziert? Vielleicht, auf jeden Fall unverständlich.

Andere, die gelegentlich zahlen sollten, müssen nichts bezahlen, zum Beispiel Autofahrer, die nachts - aber auch tagsüber - durch die schnurgerade Paradiesstraße rasen - die Paradiesstraße ist 30er-Zone. Nichts zahlen müssen auch die Gäste, die tief in der Nacht vom Krokodil freigelassen werden, sie lärmen und streiten, oft noch mit ihren halb leeren Flaschen bewaffnet, die dann vor umliegenden Haustüren und auf Gartenmauern stehen bleiben.

Nacht und laut ist ein modernes Binom geworden: Mitternachtsshopping, Feuerwerk, Musiknacht, während das pausenlose Erfinden von Festen, Feiern und natürlich Events ein Muss zu sein scheint.

Gabriele Carbonari, Kirchheim

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