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„Fitmachen für die Wildnis“

Zur Berichterstattung über die US-Wahl

Die USA haben einen neuen Präsidenten gewählt: Wie auch immer man zu Donald Trump stehen mag, er hat es geschafft, mehr US-Amerikaner an die Wahlurnen zu bringen als jemals zuvor. So hat er trotz seiner Niederlage mehr Wählerstimmen bekommen als bei seinem Wahlsieg 2016. Die US-Wahl ist gelaufen, das Land ist jedoch gespaltener als je zuvor. Die erste Priorität des neu gewählten Präsidenten der USA, Joe Biden, muss sein, für eine Mehrheit seiner Partei im Senat zu werben. Voraussichtlich erst im Januar wird hier Klarheit herrschen. Im Falle eines Sieges der Republikaner wird Biden sich unausweichlich mit Wahlkampf-Themen Trumps und dem Staat kritisch gegenüberstehenden Wählern, die kollektive Versicherungen für Sozialismus halten, befassen müssen. In der Außenpolitik werden auch unter Biden die Amerikaner erwarten, dass sich Europa stärker um die Probleme vor seiner eigenen Haustüre kümmert. Aus diesem Anlass wären Geschlossenheit, Einigkeit und das Hervorheben unserer gemeinsamen europäischen Werte als Antwort auf Staatsmänner wie die Putins und Erdogans auf dieser Welt angebracht. Auch auf wirtschaftlichem Gebiet muss Europa wieder zu alter Stärke zurückkehren. Schon der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth, auch bekannt als „Cleverle“, wusste: „Das Fitmachen für die Wildnis“, sprich den Wettbewerb, sollten alle EU-Ökonomien berücksichtigen. Warum nicht die Welt mit Leistung „bedrohen“?

Franz Pfeffer, Dettingen

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