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Flasche Bier statt Psychotherapie

Zum Artikel „Zweifelhaftes Heilsversprechen“ vom 19. April

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Ein Herr Windeler vom IQWiG meint also, eine ganz oder teilweise Kostenübernahme der Anwendung der Homöopathie sei ein „unsinniges Verfahren“, welches offenbar die Produkte der Pharma-Riesen in einen unnötigen Wettbewerb zwinge. Macht man sich die Mühe, etwas zu dem sogenannten Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und die dieses Institut beauftragenden Gremien zu recherchieren, kommt zumindest der Verdacht auf, dass diese nicht ganz unabhängig von der Pharmalobby sind. Da auch keine Studie zur Unwirksamkeit der Homöopathie vorliegt, im Gegenteil Patienten und Verbraucher die Wirksamkeit in höherem Maße bestätigen, als sie bei vielen Studien zur Wirksamkeit schulmedizinischer Medikamente vorliegt, verbietet sich für ein der Neutralität verpflichtetes Institut der Griff in die argumentative Mottenkiste. Nur weil das Wirkprinzip der Homöopathie zur Aktivierung der Selbstheilung nicht ausreichend erforscht und erkannt ist, kann nicht entgegen der tatsächlichen Erfahrung von Hunderttausenden eine Unwirksamkeit postuliert werden.

Herrn Heckens Argumentation über angeblich nicht belegbaren Nutzen und unklarer Gefahren sollte man auch nicht unbedingt ernst nehmen. Von ihm kommt auch die Argumentation „man benötige nicht für jeden Bürger eine Psychotherapie, eine Flasche Bier tue es manchmal auch“ (wikipedia).

Bodo Lorenz, Schlierbach