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Folgen des Finanzskandals für die Gemeinde

Unregelmäßigkeiten seit 2006: Insgesamt hat der langjährige Kämmerer der Gemeinde Lichtenwald 321 469,80 Euro veruntreut. Von drei Konten für die Finanzierung von Baugebieten hat er seit 2006 Geld auf eigene Konten überwiesen. Nach internen Untersuchungen, deren Ergebnis laut Bürgermeister Ferdinand Rentschler von der Gemeindeprüfungsanstalt bestätigt wird, stellt sich der Schaden folgendermaßen dar:

Konto Baugebiet Pfandäcker: 97 000 Euro unberechtigte Überweisung mittels fingiertem Beleg. Durch eine Rückholaktion der beteiligten Banken konnten mittlerweile 56 000 Euro wieder zurückgebucht werden. Damit bleibt ein Fehlbetrag von 41 000 Euro.

Konto Baugebiet Thomashardt-Ost: 177 134,80 Euro unberechtigte Überweisungen mittels fingierter Belege.

Konto Baugebiet Hohenrain: 103 335 Euro unberechtigte Überweisungen mittels fingierter Belege. Davon sind 76 560 Euro bereits verjährt, da die Überweisungen 2006 und damit vor mehr als zehn Jahren erfolgten.

Versicherung: Durch eine sogenannte Vertrauensschadensversicherung bei der WGV, die bei Diebstählen durch Mitarbeiter und ähnlichen Untreuehandlungen wirksam wird, ist die Gemeinde Lichtenwald bis zu einem Deckungshöchstbetrag von 200 000 Euro versichert. Genau diese Summe hat die Versicherungsgesellschaft WGV überwiesen. Ein Glück für die Gemeinde liegt darin, dass die Versicherung erst 2011 erneuert und im Umfang erweitert wurde.

Unterm Strich: Damit bleibt für die Gemeinde Lichtenwald ein Schaden von 121 469,80 Euro.hf

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