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Frei nach Nena: „Hallo, ihr Süßen“

Zu den Leserbriefen über Corona

Eine Coronawelle jagt die nächs­te. Die Leserbriefe der Impfskeptiker, -leugner, Querdenker aber gleichen sich. Alle wittern Verschwörung mit dem Tenor: Die Politik ist per se unfähig, macht nichts richtig, versäumt rechtzeitig zu handeln und bereichert sich. Die Regierung will den Bürgerinnen und Bürgern Freiheitsrechte rauben oder zumindest einschränken. Sogar von „Nazi-Verhalten“ ist die Rede. Wieder andere empfehlen zu beten, Tee zu trinken und abzuwarten! Alles für ein gesundes, kräftiges Immunsystem.

Die besorgten Besserwisser stellen eine Spaltung der Gesellschaft fest. Wie absurd und lächerlich. Diese Spaltung ist doch schon längst in Arm und Reich vollzogen. Gegner und Leugner müssten sich eine Parallelwelt gründen. Dort hätten sie dann ihre eigenen Normen und Lebensstile. Die vierte Welle überrollt uns gerade. Das Verhalten der Impfgegner führt weltweit zu einer lebensbedrohlichen Gefährdung. Das haben Pandemien so an sich! Unnütze Selbstdarstellung braucht jetzt kein Mensch mehr! Die Argumente sind zum Überdruss bekannt.

Nicht bekannt ist, legt sich ein Impfskeptiker mit Corona ins Krankenhaus? Teilt er seine Erfahrungen nach der Genesung der Presse mit? Empfiehlt er sogar eine Impfung? Auch Impfskeptiker können erkranken? Steckt er dann eine andere Person an und diese erkrankt schwer - ans Sterben denken wir noch nicht -, wie lebt er mit der Verantwortung, Verursacher zu sein? Also, ihr „Süßen“, diese Themen wären Leserbriefe wert!

Georg Eisrich, Dettingen

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