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Freitagsdemos und Müllhalden

Zu den Schüler-Freitagsdemos

Wenn ich sonntags mit meiner Frau einen Spaziergang entlang der Bahnlinie von Kirchheim in Richtung Ötlingen unternehme, offenbart sich uns über die ganze Strecke eine wahre Müllhalde. Angefangen von McDonalds-Verpackungen über leere Tüten von Süßigkeiten aller Art sowie Plastikflaschen von Süßgetränken. Das ist wohlgemerkt ein Schulweg. Vom Bahnhof bis zum LUG sieht es nicht viel besser aus.

Diese Zustände sind nicht nur in Kirchheim, sondern überall vorzufinden. Da frage ich mich doch, ob das die gleichen Schüler/innen sind, die freitags für eine bessere Umwelt demonstrieren, oder zumindest glühende Anhänger dieses Unfuges sind.

Früher wurden notorische Schulschwänzer von der Polizei zur Schule gebracht. Traurig, dass Politiker, selbst kommunale, dieser Schulschwänzerei auch noch lobhudeln. Junge Menschen haben durchaus das Recht auf Meinung, und auch, diese öffentlich zu äußern. Aber, wenn ich für eine Sache wirklich brenne, dann muss es mir auch wert sein, dafür meine Freizeit zu opfern. Aber das Wochenende ist für die jungen Leute ja heilig.

Also werden wir Berufspendler jetzt jeden Freitag nicht zur Arbeit erscheinen und dagegen demon­strieren, dass nicht nur unsere Autobahnen, sondern zwischenzeitlich auch sämtliche Nebenstraßen mit Lkws regelrecht überschwemmt werden, die Straßen immer gefährlicher machen und ganz nebenbei einen Großteil des Feinstaubes produzieren. Welcher Politiker möchte sich gerne dieser Meinungsäußerung anschließen? Ich darf doch mindestens von den hiesigen Grünen volle Unterstützung erwarten.

Werner Carstens, Kirchheim

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