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Friedensdemo in Sicht

Zum Artikel „Friedensdemos noch nicht in Sicht“ vom 18. Februar

Die Teckbotenausgabe schenkt dem Thema „Aufrüstung“ große Beachtung. Das ist gut und wichtig. Neben Bericht und Kommentar zur Münchner Sicherheitskonferenz befasst sich ein langer Text mit den Massenprotesten des Jahres 1983 gegen die Stationierung von atomaren Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik und der Arbeit der „Friedenswerkstatt Mutlangen“. An diesem ehemaligen Standort von Atomraketen ist die ehemalige „Pressehütte“ heute ein Ort, an dem das Engagement gegen die atomare Bedrohung erlebbar wird.

Nachdem viele Menschen in unserem Land die Bedrohung durch Atomwaffen in den letzten Jahren erfolgreich verdrängen konnten, ist sie jetzt mit der Aufkündigung des INF-Vertrags wieder als brandgefährliches Thema auf der Tagesordnung. Sollte der INF-Vertrag tatsächlich enden, gibt es nur noch ein einziges intaktes Rüstungskontrollabkommen: den NEW-Start-Vertrag. Er regelt die Begrenzung strategischer Atomwaffen zwischen USA und Russland - und läuft 2021 aus. Weder Russland noch die USA oder China und die Atommächte Indien und Pakistan zeigen derzeit ein großes Interesse an Rüstungskontrolle. Deshalb müssen die Initiativen von den Europäern kommen. Deutschland als stärkster Staat in der EU ist besonders in der Pflicht. Daran müssen wir die Regierenden möglichst oft erinnern. Am 30. März ist Gelegenheit dazu: Mehrere Kirchheimer Gruppen werden gemeinsam vor dem Rathaus informieren und zum Protest einladen.

Heinrich Brinker, Kirchheim

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