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Fünf Fragen an Ann-Kathrin Stolz aus Neidlingen

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1.Seit wann gibt es die Wiesensteiger Prinzengarde?

Genaue Daten liegen uns nicht vor. Aber die erste Prunksitzung in Wiesensteig fand im Jahr 1972 statt. Die Fasnet wurde zwar davor auch schon gefeiert, aber es gab noch keine Aufführungen bei Sitzungen. Wir vermuten, dass damals eine Tanzgruppe gegründet wurde, aus der sich die Prinzengarde entwickelte.

2.Wie kommt man dazu, Mitglied in der Prinzengarde zu werden?

Meine Mutter, die früher in der Kindergarde tanzte, ist gebürtig aus Wiesensteig. Außerdem war mein Onkel früher Vorsitzender der Wiesensteiger Fasnetsgesellschaft, und meine Tante ist Mitglied bei den Fils­talhexen. Deshalb war ich schon als Kind immer bei der Fasnet mit dabei. Von klein auf bin ich vom Fasnetsvirus infiziert worden. Jemand, der nicht mit der Fasnet aufwächst, kann das wahrscheinlich gar nicht verstehen.

3.Ist die Prinzengarde denn ein Hobby fürs ganze Jahr?

Auf jeden Fall. Direkt nach der Fasnetssaison gehen die Proben weiter. Neue Schritte einzustudieren, braucht seine Zeit. Wir treffen uns deshalb regelmäßig mindestens einmal pro Woche. Außerdem tanzen wir ja auch bei Veranstaltungen außerhalb der Fasnet.

4.Ist Gardetanz richtiger Sport?

Gardetanz ist Hochleistungssport. Man ist immer in der Sprungbewegung. Das ist wie schnelles Joggen. Es sieht vielleicht einfach aus, aber viele arrhythmische Bewegungen, wie zum Beispiel in den Spagat springen, schnell wieder aufstehen und weitertanzen, ist sehr anstrengend.

5.Welche Voraussetzungen muss man für den Gardetanz mitbringen?

Man braucht eine gute Kondition, Kraft, Körperspannung und Gleichgewichtssinn. Außerdem muss man sehr gelenkig sein.

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