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„Für ein Finale bestens geeignet“

Finalsplitter Der VfL erntet für die Ausrichtung des Bezirkspokalendspiels viel Lob und freut sich über eine „gute Atmosphäre“.

Kirchheim. Mindestens 600 Zuschauer hatte sich VfL-Fußball-Abteilungsleiter Oliver Klingler für das Bezirkspokalfinale erhofft - am Ende kamen am Pfingstsamstag rund ein Fünftel weniger Besucher zum Pokal-Showdown zwischen Neckartailfingen und Eislingen ins Stadion an der Jesinger Allee. Ganz unzufrieden zeigten sich die Verantwortlichen des VfL als Ausrichter trotzdem nicht. „Ein paar mehr Besucher wären natürlich schön gewesen, aber es herrschte eine gute Atmosphäre und alle Abläufe haben geklappt“, resümierte Claus Maier.

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Der einstige VfL-Kapitän und heutige Klub-Funktionär legte selbst im Stadionkiosk Hand an, kümmerte sich mit einem Team um die Versorgung der Zuschauer, bekam folglich von der Partie selbst fast gar nichts mit. Armin Meißner zog am Samstag als Gesamtkoordinator die Fäden, mit Sven Flegel stellte der VfL zudem den Stadionsprecher.

Zum samstäglichen Helferteam gehörte auch Werner Hund (71). Beim Kirchheimer Kultkeeper kamen insbesondere beim Einlauf der Finalisten, die von Kids aus der VfL-Jugend begleitet wurden, nostalgische Gefühle auf. Hund hatte einst bei den Eislingern das Tor gehütet, zu Oberliga- und Verbandsligatagen. „Waren tolle Zeiten“, erinnert sich der Torhüter und VfL-Edelfan. Kicker wie der Bissinger Gerhard Weiler, der Weilheimer Uwe Heth, Peter Assion, Günther Ascherl oder Volker Leibold, Vater des aktuellen Nürnberger Bundesliga-Profis Tim Leibold, gehörten damals zu Hunds Kick-Kameraden an der Fils.

Auf der Tribüne versammelte sich am Samstagnachmittag unterdessen nahezu der komplette Vorstand des Fußballbezirks. Dessen Vorsitzender Rainer Veit lobte die Örtlichkeiten. „Für ein Finale bestens geeignet“, befand Veit das Kirchheimer Stadion. Sein Stellvertreter als Bezirksvorsitzender, Harald Kuhn, konnte die Angelegenheit, das fußballerische Geschehen, derweil nicht ganz neutral betrachten wie sein in Raidwangen wohnhafter Chef. Kuhn lebt nicht nur in Neckartailfingen, sondern ist seit Jahrzehnten Mitglied des Klubs. „Am liebsten wäre mit jetzt in der ersten WFV-Pokalrunde der SSV Reutlingen oder SSV Ulm“, sagte Kuhn verschmitzt in Hinblick auf einen möglichen Kassenfüller-Garanten.

Neckartaiflingens Trainer Alberto Guillén hätte gerne die Stuttgarter Kickers, „trotz deren Abstiegs in die Oberliga“. Bei den ebenfalls für den WFV-Pokal qualifizierten Eislingern war am Samstag der Augenblick für diesbezügliche Wünsche noch nicht gekommen. Nach dem bereits feststehenden Bezirksliga-Abstieg mussten Kicker und Funktionsträger erst einmal das verlorene Pokalendspiel verdauen.Reimund Elbe