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Fußball-Deutschland hadert mit dem Abbruch

Corona In neun der 21 Landesverbände ist die Saison bereits vorzeitig beendet. In Württemberg wird weiter gewartet.

Stuttgart. Wird die Fußballsaison abgebrochen oder nicht? Während die drei Verbände in Baden-Württemberg noch auf Zeit spielen, haben neun der 21 Landesverbände in Deutschland nach Recherchen der Online-Plattform fupa.net bereits einen Abbruch beschlossen. Die anderen zögern oder warten noch - getragen von der Hoffnung auf eine Fortführung.

In Baden soll, wie in Württemberg und Südbaden, die Entscheidung nach Ostern fallen. 40 Prozent der Vereine sprechen sich für eine sportliche Entscheidung der Serie aus, 35 Prozent bevorzugten eine sofortige Beendigung der Saison. Nach einer mit dem württembergischen und dem südbadischen Verband getroffenen Beschlussvorlage heißt es, dass der Spielbetrieb spätestens am 9. Mai wieder starten müsse, sonst wäre eine Fortsetzung unmöglich.

In Bayern ist ebenfalls noch nichts entschieden. Der Verband gibt die Hoffnungen auf eine Fortsetzung des Amateur-Spielbetriebs nicht auf und setzt auf weitere Öffnungsschritte nach den Osterferien.

In Berlin soll Ende April über Abbruch oder Fortsetzung entschieden werden. Nach einer Abstimmung der Vereine und dem großflächigen Wunsch eines Abbruchs, wurde dieser aber bereits formal eingeleitet.

In Brandenburg ist man schon weiter: Dort ist die Saison am vergangenen Montag abgebrochen worden. In Bremen wird der Abbruch vorbereitet, eine Entscheidung soll zwischen 12. und 18. April fallen. In Hamburg ruht der Ball seit 4. März, in Hessen seit vergangenen Samstag. Die finale Entscheidung soll durch den Verbandsvorstand nach einem formalen Umlaufverfahren offiziell verkündet werden.

In Mecklenburg-Vorpommern soll in den nächsten Tagen eine Entscheidung fallen. Sofern eine reelle Chance auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs bestehe, würde diese auch angenommen werden. Anfang der Woche empfahl der Krisenstab allerdings einen vorzeitigen Abbruch.

Im Landesverband Mittelrhein beschäftigen sich die Verantwortlichen weiterhin intensiv mit allen Fragen und Optionen rund um den Spielbetrieb und berücksichtigen die Vorgaben, die sich aus der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen für den Amateursport ergeben. Tendenz: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Am Niederrhein lassen die jüngsten Entwicklungen eine Annullierung der Saison näher rücken. Vor Ostern will man sich hier aber nicht entscheiden.

Auch für Niedersachsens Fußballer wird die Saison abgebrochen. Noch ist es nicht amtlich, der Beschluss soll nächste Woche gefasst werden. Die Verbände in Rhein- und Saarland haben sich jeweils am vergangenen Wochenende für einen Abbruch entschieden. In Sachsen stehen die Zeichen ebenfalls auf Abbruch, bis 17. April soll die Entscheidung offiziell verkündet werden. Gleiches gilt für Sachsen-Anhalt. In Schleswig-Holstein fiel die Entscheidung am 10. März.

Der Verband Südwest hat die Runde am 25. März abgebrochen, in Thüringen ist der Abbruch eingeleitet und soll am 19. April verkündet werden. In Westfalen steht und fällt alles mit den Corona-Schutzverordnungen der Bundesregierung. Danach wird sich das weitere Vorgehen des Verbands orientieren. fupa

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