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Geistliches WortWas uns antreibt

Der Chef sagt: „Arbeite mehr und schneller!“ Die Partnerin sagt: „Mach dies und denk an jenes!“ Der Staat sagt: “Halte Abstand und trage Maske!“ - Das sind äußere Antreiber, die unser Leben bestimmen.

Darüber hinaus gibt es aber auch die inneren Antreiber. Das sind die Stimmen in uns, die uns antreiben: „Du musst etwas leisten, damit du anerkannt bist!“ „Du musst es allen recht machen! Vermeide Streit unter allen Umständen!“ Manche Stimmen sind lauter, andere leiser. Sie werden auch im neuen Jahr nicht verstummen.

„Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“ So schreibt der Apostel Paulus im Wochenspruch für die neuen Woche in Römer 8,14. Gottes Kinder lassen sich nicht von inneren oder äußeren Stimmen treiben, sondern ganz bewusst von Gottes gutem Geist. Sie kommen immer wieder mit der Bitte zu Gott: „Komm, Heiliger Geist und leite uns!“ Gottes Geist wohnt durch Taufe und Glaube in ihnen. Gottes Geist ist Gottes Kraft, die Menschen stärkt, tröstet und ermutigt. Gottes Geist ist kein Geist der Furcht, sondern der Kraft, um meinen Tag zu bewältigen. Er ist ein Geist der Liebe, der mir zeigt, meinen Mitmenschen wahrzunehmen und wertzuschätzen. Und er ist ein Geist der Besonnenheit, der mir in Pandemiezeiten hilft, mich und andere zu schützen.

Das neue Jahr ist noch frisch. Öffnen wir uns immer wieder für Gottes Geist, dass er uns auch durch diese schwierigen Zeiten leitet und zum Guten treibt.

Daniel Trostel

evangelischer Pfarrer in Dettingen

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