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Geistliches WortWie beim Hüpfen

Wann sind Sie das letzte Mal vor Freude gehüpft? Als Ihr Lieblingsverein den lang ersehnten Titel geholt hat? Oder als Sie noch ein kleines Kind waren?

Es funktioniert auch andersherum: Einfach loshüpfen, und die Freude wird automatisch nachfolgen. Das ist der Effekt, von dem jeder Trampolinhersteller lebt.

Als der große Hase dem kleinen Hasen im Bilderbuch von Sam McBratney mit dem Titel „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ beweisen möchte, wie lieb er ihn tatsächlich hat, hopst er so hoch er kann. Und der kleine Hase stellt erstaunt fest: „Tolle Hüpferung!“

Ein Wort, das ganz ähnlich klingt wie die „Hüpferung“: Hoffnung. „Hoffnung“ stammt vom mittelniederdeutschen „Hopen“ ab, was so viel bedeutet wie „vor Freude hüpfen/zappeln“.

Haben Sie eine Hoffnung, die Sie vor Freude hüpfen lässt? Ich habe eine. Im Neuen Testament heißt es: „Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium“ (2. Tim 1,10b). Das ist die Hoffnung, die mich zum Hüpfen bringen kann. Innerlich oder äußerlich.

„Das Beste kommt noch“ heißt für mich nicht nur, dass es noch einen Nachtisch gibt, sondern dass mich das Leben mit all seinen großen und kleinen Katastrophen und Ungerechtigkeiten nicht zu sehr belasten muss. Das Beste kommt noch. Das gibt einem eine andere Perspektive. Das kann einen leicht und schwerelos machen und man sieht die Welt von oben.

Wie beim Hüpfen.

Luca Bähne

Pfarrer in der Kirchen-gemeinde Notzingen

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