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Gemeinsam gegen Rassismus

Aktion Unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“ finden ab Montag bis zum 28. März die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Kirchheim statt.

Mit Protestmärschen wie hier in Boston drückten Menschen im vergangenen Sommer vielerorts ihre Solidarität nach dem gewaltsamen
Mit Protestmärschen wie hier in Boston drückten Menschen im vergangenen Sommer vielerorts ihre Solidarität nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten in Minneapolis aus. Symbolfoto: Steven Senne/AP/dpa

Gemeinsam mit engagierten Vereinen und Einrichtungen laden Stadtverwaltung und Integrationsrat alle Kirchheimerinnen und Kirchheimer sowie Gäste aus nah und fern ein zu einem Programm, das auf unterschiedlichste Weise Gelegenheit bietet, die kulturelle Vielfalt kennenzulernen und neue Einblicke zu gewinnen. Die Termine sind rechts aufgelistet. Alle Links zu den virtuellen Veranstaltungen der Kirchheimer Wochen gegen Rassismus sind im Veranstaltungskalender der städtischen Webseite und auf www.kirchheim-teck.de/wochen-gegen-rassismus zu finden.

Bei der Malaktion „So bunt ist Kirchheim“ können ab Montag, 15., bis Sonntag, 28. März, von 16 bis 17 Uhr kostenlos Bunt- und Wachsmalstifte verschiedenster Hautfarben im Mehrgenerationenhaus Linde in der Alleenstraße 90 abgeholt werden. Für die ganz Kleinen gibt es, solange der Vorrat reicht, Malbücher zur Aktion. Die Veranstalter wünschen sich ganz viele bunte Bilder von Menschen, die so vielfältig sein sollen wie die Menschen in Kirchheim. Jedes Bild wird mit einer kleinen Überraschung belohnt und anschließend öffentlich ausgestellt.

Außerdem gibt es bis zum Abschlusssonntag am 28. März zwei Plakatausstellungen in der Innenstadt zu bestaunen: Das Kirchheimer Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt „BePart!“ ruft mit seiner Plakataktion zum Thema „Zivilcourage“ zu mehr Mut und Toleranz auf und lässt die Stadt bunt aufleuchten. Das Projekt „DiverseCity“, das sich als Pop-up-Büro gegen Diskriminierung versteht, macht mit Plakaten einer Playmobil-Demonstration auf gesellschaftlich manifestierte Denkweisen und den sogenannten „Alltagsrassismus“ aufmerksam. „DiverseCity“ will so ein Zeichen gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Abwertung von Menschen aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Glaube, Weltanschauung, sexueller Orientierung oder Behinderung setzen. Das Projekt wird durch das Ministerium für Soziales und Integration im Rahmen des Förderprogramms „Integration vor Ort - Stärkung kommunaler Strukturen“ aus Mitteln des Landes gefördert und steht unter der Trägerschaft der Bruderhaus-Diakonie.pm

„Solidarität. Grenzenlos“: Einzelveranstaltungen

Aus „Brennnesselhaut“ liest am Dienstag, 16. März, um 19 Uhr Iris Lemanczyk (siehe Artikel unten). Die anschließende Gesprächsrunde, wie die Lesung online, wird moderiert von Willi Kamphausen und Bettina Schmauder.

„Ich bin doch nicht rassistisch, oder?“ So heißt der Vortrag von Alexa Conradi, Koordinatorin der Antidiskriminierungsstelle Esslingen. Sie zeigt am Donnerstag, 18. März, um 19 Uhr, wie Rassismus prägt und wie man das Bewusstsein dafür stärkt.

Den Verein „Afrokinder“ stellt am Donnerstag, 25. März, um 19 Uhr Katharina Sander vor. Der Abend wird moderiert von Kirchheims Integrationsbeauftragten Ali-Babak Rafipoor und Dr. Jürgen Berghold. Der Verein ermöglicht schwarzen Kindern mit Familien in möglichst diskriminierungsfreiem Rahmen positive Erlebnisse.

Bei zwei Stadtführungen zum Thema „Für Demokratie und gegen Rassismus“ am Samstag, 20. März, um 15 Uhr und am Sonntag, 21. März, um 14.30 Uhr können Interessierte Kirchheim unter einem anderen Blickwinkel kennenlernen, beispielsweise bei den „Stolpersteinen“ oder dem Mahnmal auf dem Alten Friedhof. Vermutlich werden diese Führungen allerdings coronabedingt abgesagt. Man kann trotzdem jetzt schon sein Interesse bekunden. Die Führung am Samstag leitet Thomas Meyer-Weithofer von „buefet“, erreichbar über info@buefet.de oder telefonisch unter 0 70 21/5 02-3 34. Am Sonntag führen die Mitglieder des Integrationsrates, Willi Kamphausen und Dr. Jürgen Berghold, durch die Stadt. Hier lautet der Kontakt w.kamphausen@gmx.de.

„Was bedeutet es, privilegiert zu sein?“ lautet die Frage am Montag, 22. März, um 18 Uhr bei einer virtuellen Podiumsdiskussion. Die Teilnehmer sind Alexa Conradi und Maria Kechaja von der Antidiskriminierungsstelle Tübingen und Esslingen, dem SPD-Abgeordneten Ramazan Selcuk und Brian Wenzel von den Kirchheim Knights.

„Rassismus: Probleme und Lösungsansätze auf kommunaler Ebene“ ist die Überschrift einer weiteren Podiumsdiskussion am Dienstag, 23. März, um 18.30 Uhr. Zu den Gästen gehören Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader aus Kirchheim, Dr. Jürgen Zieger aus Esslingen und Boris Palmer aus Tübingen, aber auch Stadträtin Njeri Kinyanjui aus Reutlingen.

Das Filmprojekt „Leben in Deutschland aus Sicht von Flüchtlingen“ ist Mittelpunkt eines Gesprächs am Freitag, 26. März, um 19 Uhr. Eine Klasse des Beruflichen Schulzentrums in Kirchheim hat 2015 Begegnungen von Menschen dokumentiert unter der Fragestellung „Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Ist Kirchheim ihre Heimat geworden?“, siehe https://youtu.be/9p73rURNzZQ. Das Gespräch leiten Willi Kamphausen und Renate Hirsch vom Integrationsrat.tb

1 Links zu den Terminen ohne Anmeldungshinweis stehen bald auf www.kirchheim-teck.de/wochen-gegen-rassismus

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