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Generaldebatte als Sternstunde

Zum Artikel „Schwimmen und Wohnen als Schwerpunkte“ vom 26. Oktober

Die Debatten über den Haushalt sind für alle Fraktionen die Gelegenheit, mit der jeweiligen Regierung abzurechnen, andererseits aber die wichtigste Gelegenheit zur Darstellung ihrer Positionen. Hier kann die gesamte Palette der Forderungen und Ziele aus den Fraktionen ausgebreitet werden.

Die Generaldebatte des Kirchheimer Gemeinderates war auch diesmal wieder gut besucht, wenn auch zum großen Teil von Mitgliedern der Verwaltung. Als langjähriger privater Zuhörer war es für mich wieder spannend und interessant, welche Themen die einzelnen Fraktionen bewegen und wie intensiv sie diese angehen wollen. Es gibt keine andere Veranstaltung, in der eine so breite Information über die aktuellen Themen der Gemeinderatsarbeit öffentlich und so kompakt dargeboten wird. Zwar sind viele Knackpunkte nur angerissen, aber sie sind benannt und meistens auch priorisiert.

Umso mehr verwundert und sogar enttäuscht bin ich deshalb über den Bericht im Teckboten. Wenn man die sonst üblichen Berichte über Themen der regelmäßigen Gemeinderatssitzungen Kirchheims oder der umliegenden Gemeinden in ihrer meist großen Ausführlichkeit liest, erscheint der Bericht über die Generaldebatte als kleine Randnotiz. Wohl sind die Anträge der Fraktionen aufgelistet, aber der rote Faden der Fraktionen bleibt völlig unkommentiert. Es fehlt auch der sonst übliche Kommentar des Redakteurs, der bei den Berichten üblicherweise eine, wenn auch persönliche Gesamtbetrachtung wiedergibt.

Nun kann man sich ja die einzelnen Reden der Fraktionen aus der Internetseite der Stadt herunterladen, aber auch für diese Möglichkeit fehlt ein Hinweis im Teckbotenbericht.

Schade, dass diese eigentlich wichtigste Gemeinderatssitzung seitens des örtlichen Presseorgans so stiefmütterlich behandelt wurde und damit auch nur geringes Interesse der Bürger weckt.

Siegfried Hauff, Kirchheim

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