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Gewarnt trotz Favoritenrolle

Fußball-Kreisliga A Die Bilanz des SV Nabern gegen Weilheim macht die Verantwortlichen vorsichtig. Dettinger wollen auswärts die Trendwende erzwingen. Von Klaus-Dieter Leib

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Das Maß aller Dinge in der Fußball-Kreisliga A ist nicht etwa Spitzenreiter Türkspor Nürtingen, sondern der SV Nabern. Die Elf vom Oberen Wasen hat saisonübergreifend zehn Spiele in Folge gewonnen - eine beachtliche Leistung, die für Trainer Marco Kunze nicht überraschend kommt: „Wir haben in den vergangenen Jahren immer an unserer Konstanz gearbeitet.“ Dazu hatte der SVN in der Vergangenheit keine Abgänge, hat sich dafür jede Saison mit einem Spieler gezielt verstärkt.

Am morgigen Sonntag kommt es zum Nachbarschaftsduell mit dem TSV Weilheim II. Bei einem Blick auf die Tabelle sind die Gastgeber klarer Favorit: Der SVN ist mit neun Punkten Tabellenzweiter, die Limburgstädter mit drei Zählern auf dem 13. Platz. Dennoch ist Vorsicht geboten: „Wir haben uns gegen die Weilheimer Mannschaft immer schwergetan“, weiß Marco Kunze, dessen Team in den vergangenen fünf Duellen nur einmal gewinnen konnte.

Für den Weilheimer Trainer Robert Walter ist der SV Nabern der klare Favorit, allerdings sieht er seine Mannschaft nicht chancenlos: „Wenn es uns gelingt, lange kein Gegentor zu bekommen, steigen unsere Aussichten.“ Dennoch ist dem Weilheimer Trainer-Duo Walter/Robert Bressmer bewusst, dass die Mannschaft gegen andere Gegner ihre Punkte holen muss und nur ein Ziel vor Augen hat: „Wenn wir den Klassenerhalt schaffen“, so Walter, „feiern wir das wie eine Meisterschaft.“

Dettinger setzen auf Kapitän

Mit vier Punkten stehen die SF Dettingen auf dem neunten Tabellenplatz. Von den Verantwortlichen zeigt sich allerdings keiner überrascht. „Ich habe schon vor der Saison immer wieder betont, dass wir einen holprigen Start haben werden“, sagt SFD-Spielertrainer Nebih Kadrija. Abteilungsleiter Christian Renz bläst ins gleiche Horn: „Wir haben damit gerechnet, dennoch trifft es uns hart.“ Nun gilt es in den nächsten Wochen mehr Konstanz in die Leistungen zu bringen. „Die Richtung stimmt“, glaubt Kadrija, „am Anfang der Runde fehlte es einfach auch an Alternativen.“ Vor allem in der Abwehr gab es immer wieder Probleme, weshalb der SFD-Coach froh ist, dass sein Abwehrchef Florian Gautsch aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. „Vielleicht hätten wir mit ihm das ein oder andere Gegentor weniger bekommen“, sagt Kadrija, dessen Team morgen zu Hause auf die TSuGV Großbettlingen trifft.

TG als Außenseiter

Bei der TG Kirchheim ist momentan Elmas Okan Mädchen für alles. Weil Trainer Mehmet Akkoyuncu noch bis Anfang Oktober im Urlaub ist, übernimmt der Abteilungsleiter auch die Aufgabe des Trainers, zumal der zweite Coach, Israfil Kilic, selber mitspielt und deshalb einen Mann an der Seitenlinie braucht. „Die 2:6-Heimniederlage gegen Nabern hat uns richtig wehgetan, weil wir eigentlich gut gespielt hatten“, sagt Okan, der betont, dass die Stimmung in der Mannschaft trotz des eher mauen Starts mit drei Punkten aus vier Spielen gut sei. „Unsere Spieler haben Lust auf Fußball und die Trainingsbeteiligung ist gut“, sagt der TG-Boss.

Am morgigen Sonntag beim TSV Harthausen hat die TG allerdings nur Außenseiterchancen, wie auch Abteilungsleiter Okan weiß: „Wenn wir einen Punkt holen“, sagt der Funktionär, „wären wir überglücklich.“

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