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Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt

Zum Artikel „Späte Info sorgt für Verärgerung“ vom 28. Juli

Der Artikel zeigt einmal mehr, wie sehr der von den Gemeinderäten und Bürgermeister Haußmann selbst erzeugte Zeitdruck die offene Diskussion zu einem solchen weitreichenden Projekt wie das Industriegebiet am Hungerberg in den Hintergrund rücken lässt. Die Kritik des Gemeinderats Peter Beck, wie unsäglich die zwei dicht auf einander folgenden, von der Gemeinde beziehungsweise Bürgermeister Haußmann organisierten Veranstaltungen waren, kontert Bürgermeister Haußmann mit: „Das hat das Büro Wachinger mitsamt der Bürgerinitiative zu verantworten.“ Und schmettert gleich ein Credo für seinen Moderator hinterher: wenn erst um 23 Uhr die Fragen abgeliefert werden, dann seien er und der Moderator für den Zeitdruck nicht verantwortlich.

Es muss betont werden, bei den von der Gemeinde organisierten Veranstaltungen, Begehung und Podiumsdiskussion, war die Bürgerinitiatve in die Organisation und Terminierung nicht mit eingebunden. Welch ein Hohn für die Zuhörer und Gemeinderäte in der Sitzung, wenn das Datum mit der späten Uhrzeit sogar Vertragsbestandteil war. Der eine Vertragspartner war dann wohl die Gemeinde und wusste um den zeitkritischen Umstand. Wen wundert es da auch, denn zwischen der Veranstaltung Begehung mit Fragensammlung und Zusammenstellung sowie Auswertung lagen nur etwas mehr als 48 Stunden inklusive Wochenende. Hier spielt Bürgermeister Haußmann mit der Glaubwürdigkeit seines immer wieder betonten offenen und fairen Umgangs zwischen den Akteuren.

Oliver Beck, Dettingen

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