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Glorifizierung des Bösen

Zum Artikel „Bund stoppt Versteigerung von Honeckers Orden“ vom 15. Juli und zum Leserbrief „Absurd und unwissenschaftlich“ vom 17. Juli

In dem Artikel war zu lesen, dass die Versteigerung von Honeckers Orden vom Bund einstweilig gestoppt wurde. Hans Dörr schrieb in seinem Leserbrief von Protesten gegen die Versteigerung von Gegenständen aus Hitlers Privatbesitz, wie beispielsweise seine Schirmmütze, die 525 000 Euro eingebracht habe. Er bezweifelt, dass das Unterschreiben einer Erklärung verhindern könne, „dass die Dinge in die falschen Hände kommen“.

Auch ich frage mich, ob es recht ist, diese Gegenstände zu veräußern? Kommen sie nicht „in falsche Hände“, wenn sich damit positive Erinnerungen an diktatorische Regenten verbinden, die in ihren Unrechtsstaaten über Leichen gingen? Wäre „richtigen Händen“ der Besitz nicht zuwider?

Ist es nicht wichtig, dass diese links- und rechtsradikalen Sümpfe menschenverachtender und toleranzferner Ideologien ausgetrocknet werden, anstatt mit der Glorifizierung des Bösen durch diese Andenken Wasser auf deren Mühlen zu gießen, um dann in der Folge die „Früchte“ mit Polizeieinsatz wieder zu bekämpfen? Deshalb sollten diese An-Denken nicht veräußert, sondern vernichtet werden, bewirken sie doch eine gewisse Zustimmung zum Handeln einstiger Menschen-Verächter.

Menschen achten, das sollen wir, ihnen wohlgesonnen sein und sie wertschätzen, unabhängig von Stand und Herkunft. Dazu ruft uns der lebendige Gott, unser aller Schöpfer, auf. Zudem ist es ihm wichtig, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, die in Jesus Christus zu finden ist. Diese Wahrheit macht frei!

Jürgen Rieker, Notzingen

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