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Glyphosat nicht krebserregend

Zum Leserbrief „Zensur durch Ministerin“ vom 16. April

Ein Wissenschaftler hat festgestellt, die Toxizität von Glyphosat steigt bei Menschen mit deren Unverständnis für Chemie, Biochemie und Toxizität. Dass es in Deutschland keine Zensur gibt, zeigt allein die Tatsache, dass der Teckbote jeden regelmäßigen Wutausbruch und jede Verschwörungstheorie von Herrn Brost treu und brav veröffentlicht.

Die Weltgesundheitsorganisation hat kein Gutachten erstellt, das bestätigt, dass Glyphosat krebserregend ist. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) innerhalb der WHO (Weltgesundheitsorganisation) beurteilt nicht, ob ein Stoff bei der Anwendung im Alltag krebserregend ist, sondern ob ein Stoff grundsätzlich in der Lage ist, Krebs zu erzeugen. Von bisher 1 000 untersuchten Stoffen und Anwendungen wurden 500 nicht bewertet wegen unzureichender Datenlage, 86 wurden als eindeutig krebserregend eingestuft, zum Beispiel Sonnenstrahlen und Alkohol, und nur ein Stoff wurde als nicht krebserregend eingestuft. Die Einstufung von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserzeugend“ bedeutet lediglich, dass eine Krebsgefahr grundsätzlich möglich ist, so wie auch Nachtschicht, Verzehr von rohem und verarbeitetem Fleisch oder heißen Getränken - über 65° Grad Celcius.

Die Aufgabe einer Expertengruppe der WHO (IMPR) ist, zu beurteilen, ob ein Stoff bei der Anwendung im Alltag krebserregend ist, das heißt, für den Menschen ein reales Risiko vorliegt, und sie kam wie sämtliche Bewertungsbehörden weltweit zum Schluss, dass Glyphosat nicht als krebserregend einzustufen ist. Und sie lassen sich bei der Bewertung der Toxizität für den Menschen auch nicht von Urteilen von Geschworenen (Laien-)Gerichten in den USA beeindrucken, auch wenn es für die Kampagne für ein Verbot hilfreich wäre, mag ein Verbot gerechtfertigt sein oder auch nicht.

Dr. Hartmut Endriß, Weilheim

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