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Göppingen ehrt seine neue Ehrenbürgerin Inge Auerbacher mit einem Festakt

Archivfoto: Birgit Ehrcke
Archivfoto: Birgit Ehrcke

Göppingen. Am heutigen Samstagnachmittag zeichnet die Hohenstaufenstadt Göppingen die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher mit der Ehrenbürgerschaft aus. Der Festakt wird von der Filstalwelle live übertragen und kann über die Homepage der Stadt Göppingen auch von zu Hause aus verfolgt werden.

„Ich bin glücklich und stolz, dass Inge Auerbacher uns die große Ehre erweist und die Auszeichnung annimmt“, blickt Oberbürgermeister Alex Maier der Ehrung mit Freude entgegen.

Von Göppingen aus wurde Inge Auerbacher als kleines Mädchen zusammen mit ihren Eltern in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Sie gehört zu den wenigen, die überlebt haben, und kehrte nach der Befreiung des Konzentrationslagers für einige Monate nach Göppingen zurück, ehe ihre Eltern und sie in die Vereinigten Staaten von Amerika auswanderten.

„Inge Auerbacher ist seit Jahrzehnten eine weltweit geschätzte, zutiefst glaubwürdige und engagierte Mahnerin für Toleranz und Aussöhnung sowie eine international beachtete Botschafterin unserer Stadt“, begründet der Oberbürgermeister die Verleihung der Ehrenbürgerschaft durch den Gemeinderat.

Der Festakt beginnt am Samstagnachmittag um 16 Uhr und wird via Filstalwelle über die städtische Homepage www.goeppingen.de live gestreamt. Die Laudatio hält Oberbürgermeister Alex Maier. Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wird mit einer Videobotschaft zugeschaltet. Gedichte von Inge Auerbacher tragen Ilona Abel-Utz und Christine Lipp-Wahl vor. Für die musikalische Umrahmung des Festakts sorgen Thomas Reil an der Klarinette und Siggi Köster am Akkordeon. pm

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