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Große Mitschuld der Behörden

Zum Artikel „Badende zerstören ein Paradies“ vom 7. August und dem Leserbrief „,Dummfreches‘ Verhalten“ vom 19. August

Zuerst mal vielen Dank zum Leserbrief. Das Zitat von Gustav Maier ist ein Volltreffer. Dumm war es von den Naturschutzbehörden, dass die Klagen aus Gutenberg seit Ende April ignoriert wurden und sie tatenlos zuschauten. Die Naturschutzbehörden haben an der Zerstörung große Mitschuld, denn es fehlten Hinweise, wie die Terrassen entstehen und wie empfindlich sie sind.

Viele Unwissende pilgerten ins Donntal und entdeckten keinen Hinweis oder ein Naturschutzschild. Hinweise von Gutenbergern an die Besuchern bezüglich Wiesen- und Terrassenzerstörung endeten oft in übler Nachrede oder Beleidigungen. Manche Besucher wussten von der Entstehung der Terrassen nichts und entschuldigten sich. Anfang August wurden Hinweistafeln von Naturschutzbehörden mit einer Aufklärung der Sinterterrassen aufgehängt und die zeitgleichen Löschungen im Internet, zum Beispiel in Maps und so weiter brachten einen sichtbaren Erfolg. Das waren vier Monate zu spät. Am Geopoint fehlen diese Hinweise leider immer noch. Die Gemeinde Lenningen hingegen reagierte sofort und stellte Verbotstafeln auf, die viele Besucher ignorierten.

Nachdem die Terrassen beschädigt sind, könnten die Gräben wieder notdürftig im Donntalbach und der Weißen Lauter zugebaut werden. Das Wasser würde annähernd so über die Terrassen wieder fließen wie vor dem April. Das wäre eine Wiedergutmachung gegenüber unserer Natur durch die Naturschutzbehörden. Die jetzigen Schäden sind in den nächsten Jahrzehnten oder Jahrhunderten noch sichtbar.

Hermann Wolfer, Lenningen

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