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Große Weltstadt Kirchheim

Ohne uns steht die Industrie still!

Kuhkäffer wie New York, London, Dresden und so weiter sind so hinterwäldlerisch, dass sie noch Grünzeug mitten in ihren Zentren übersehen. Sie nennen die nutzlosen Flächen „Park“ - wie blöd!

So heißen bei uns schöne, bis an die Grundstücksgrenze hoffentlich ohne Grünzeug bebaute, mit vorher in Aussicht gestellte, zu Möchtegern-Preisen bedachten exklusive Karnickelställe, anmutende viereckige Neubauten. Wir sind schnell! Zeit ist Geld! Wir haben es geschafft, in ein paar Jahrzehnten fast (leider nur fast) die gesamte Stadtfläche zu versiegeln. Wir schaffen das noch!

Und überhaupt: Da isch ja no dr alte Kruscht vom noch em Stadtbrand 1690. Do keet a bissle meh Beddon no! Mer ko ja a bar Strichla druff mola. Es wird aber schon wieder langweilig. Unser „Wohlstand“ ist in Gefahr - schnell, eine neue/alte Idee muss her! „Bäuerle?“ Braucht koiner meh. Aber die han ja no Äckerle, wo se nemme bewirtschaftert, dui kennat mir jetzt umnutza in schene, sauber versiegelte Industriegebiete.

Juhu, dr Rubel rollt wieder - dr Wohlstand isch gsichert! Wer braucht au Viecher oder en Wanderweg - oder a Natur? Älles Bleedsinn - gschafft wird, dr Euro muss rolla - mer wellad doch schließlich hypermodern sei!

PS: Des von denna Indioner war au so a saubleder Schpruch . . . ! Kontraproduktiv.

Familie Klaus Schneider, Kirchheim

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