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Großer Kampf ohne Happy End

Fußball Oberensingen holt in der dritten Runde des WFV-Pokals dreimal einen Rückstand auf, verliert letztlich aber trotzdem.

Nürtingen. Fußball-Landesligist TSV Oberensingen hat den erstmaligen Sprung ins Achtelfinale des WFV-Pokals knapp verpasst. Verbandsligist TSG Hofherrnweiler hatte in der Verlängerung das bessere Ende für sich und setzte sich mit 4:3 durch. „Schade, wir waren dran“, wusste TSVO-Trainer Andreas Broß nicht so recht, ob er sich über das Aus ärgern oder über die deutliche Leistungssteigerung seiner Elf freuen sollte.

TSVO-Keeper Florian Hekele wollte nach dem Abpfiff bloß noch weg. Die 103. Spielminute lief, als eine Flanke in der TSVO-Strafraum segelte und die Abwehr dem vor das Tor zurück geköpften Ball nur indisponiert hinterher schaute. Hekele rannte aus seinem Kasten Richtung Elfmeterpunkt, aber er kam zu spät. Robin Zolnai war schneller und köpfte die Kugel zum entscheidenden Treffer ins Netz der „Sandhasen“.

Schlafmützig hatten sich Hekeles Vorderleute auch in der Anfangsphase angestellt. Der Sekundenzeiger hatte noch keine ganze Umdrehung gemacht, da lag der Ball schon im Oberensinger Tor. Hekele lenkte das Leder nach einem Einwurf noch an die Latte, die Gäste aus dem Aalener Teilort schalteten schneller und Jonathan Sedlmayer vollendete ansatzlos. Eine ähnliche Situation beim 1:2. Die TSVO-Abwehr griff hinten links nicht konsequent ein und Sedlmayers Direktabnahme nach einem Rückpass landete genau im Eck (7.). Beim Verbandsliga-Aufsteiger war zu Beginn jeder Schuss ein Treffer, auch in der 21. Spielminute. Wieder reagierten die Hausherren zu langsam und der völlig allein gelassene Oliver Rieger hämmerte den Ball zum 2:3 ins Tor.

Im Pokal zählt nur eins

Zu der überaus unterhaltsamen ersten Halbzeit steuerte die TSVO aber auch ihren Teil bei und glich zweimal aus. Beim schnellen 1:1-Ausgleich traf Fatih Özkahraman die Latte und Matteo-Pio Stefania drückte den Abpraller über die Linie (4.). Das 2:2 besorgte TSVO-Kapitän Özkahraman selbst, nach einem Foul am einschussbereiten Oliver Scherb verwandelte er den Elfer sicher (18.). Als kurz vor Schluss alles schon mit einer knappen 2:3-Niederlage rechnete, köpfte Ex-Weilheimer Ferdi Er nach einer Ecke aus kurzer Distanz ins Netz (88.) und rettete die TSVO zumindest in die Verlängerung.

„Wir waren die bessere Mannschaft“, lobte Andreas Broß sein Team. „Wir haben einen großen Kampf geliefert, sind dreimal zurückgekommen und haben uns auch spielerisch verbessert.“

TSG-Trainer Benjamin Bilger atmete nach dem Schlusspfiff tief durch: „Hut ab vor den Oberensingern, sie haben einen klasse Fight geliefert, aber im Pokal zählt halt doch nur eins: Weiterkommen.“uba

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