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Großer Kampf wird nicht belohnt

Basketball Die Knights verpassen beim 93:97 gegen Rostock nur knapp eine Überraschung. Bereits am Mittwoch geht es nach Schwenningen.

Topscorer als Pechvogel: Rohndell Goodwin erzielte zwar 31 Punkte für die Knights, verpasste es Sekunden vor dem Ende jedoch, ei
Topscorer als Pechvogel: Rohndell Goodwin erzielte zwar 31 Punkte für die Knights, verpasste es Sekunden vor dem Ende jedoch, eine Verlängerung zu erzwingen.Foto: Tanja Spindler

Niederlage statt Verlängerung: Erst in den Schlusssekunden haben Kirchheims Zweitligabasketballer gegen Topteam Rostock den Ausgleich und damit eine mögliche Überraschung in der Overtime verpasst, ehe der neue Tabellenführer von der Küste mit einem 97:93 im Gepäck die Heimreise antrat.

Verzichten mussten die Kirchheimer gegen die Seawolves auf Schlüsselspieler, Jonathon Williams, der nach dem Spiel in Leverkusen aufgrund von Kniebeschwerden pausieren musste. Seine Mannschaftskameraden hingegen gingen mit voller Energie und Enthusiasmus ans Werk. Schnell entwickelte sich eine Offensivschlacht, in der beide Teams ihre Angriffsoptionen glänzend ausspielten. Dank eines „Buzzer-Beater-Dreier“ von Nijal Pearson gingen die Gäste mit einer 25:22-Führung in den zweiten Abschnitt. Auch hier begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe. Allerdings übernahmen die Seawolves mit fortlaufender Spielzeit die Kontrolle und setzten sich ein wenig ab. Doch die Knights steckten nicht auf und waren trotz zweistelligem Rückstand zwei Sekunden vor der Halbzeit wieder auf 42:48 dran. Dann setzte Aufbauspieler Brad Loesing aus der eigenen Hälfte zu einem Verzweiflungswurf an und zum Erstaunen aller fand dieser sein Ziel - der zweite Buzzer Beater hintereinander für die Mannschaft aus Rostock und ein erneut heftiger Nackenschlag für die Hausherren.

Die Mannschaft von Head Coach Igor Perovic steckte allerdings nicht auf und kämpfte auch in der zweiten Halbzeit um jeden Ball. Offensiv spielten die Teckstädter teilweise sehenswerte Kombinationen und verwandelten hochprozentig. Aber auch die Seawolves zeigte ihre individuelle Qualität und netzten teilweise extrem schwierige Würfe ein. So blieb es bei der komfortablen 78:70-Führung für die Gäste nach 30 gespielten Minuten.

Goodwin im Pech

Im Schlussabschnitt fand die Ritterdefensive besser Zugriff. Häufiger wurden die Angriffsbemühungen der Seawolves nun gestoppt und die Kirchheimer kamen Punkt für Punkt näher heran. Um jeden Ball wurde gekämpft. Das Publikum trieb die eigene Truppe bei jeder Aktion lautstark an. Niemanden hielt es auf seinem Platz, die Zuschauer standen beinahe das gesamte Schlussviertel über. Beim Stand von 95:93 für Rostock und noch knapp 20 Sekunden zu spielen der vermeintlich entscheidende Stopp. Der Ball landete in den Händen von Rohndell Goodwin, der noch genug Zeit hatte, um sich in eine gute Abschlussposition zu bringen. Der US-Amerikaner ging zum Korb, doch der Ball verfehlte sein Ziel knapp. Die Rostocker sorgten anschließend an der Freiwurflinie für Klarheit.

„Die Mannschaft hat furios gekämpft. Das Publikum hat uns den Glauben an einen Sieg eingetrichtert und uns unglaublich nach vorne gepeitscht. Ich glaube, jeder, der in der Halle war, hatte Spaß an diesem Spiel“, fasste Knights-Sportchef Chris Schmidt zusammen. „Die letzten beiden Ergebnisse sind bitter, zeigen aber auch, dass die Qualität da ist. Im Sport ist es manchmal so, wenn es nicht gut läuft, kommt auch noch Pech dazu, aber wir müssen weiter an uns als Team glauben. Auf diesem Niveau kosten uns die kleinen Fehler derzeit die Punkte und diese müssen wir Schritt für Schritt abstellen und das Glück erzwingen.“

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich den Rittern bereits am Mittwoch beim Spiel in Schwenningen. „Es ist sehr schwierig, dort zu spielen“, weiß Schmidt, „ich erwarte keine schöne Partie oder ein Offensivspektakel. Da geht es um harte Arbeit.“cs

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