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Grüne immer linker?

Zum Artikel „Heftige Kritik an Melde-Portal für Steuersünder“ und zum Kommentar „Absurde Debatte“ vom 2. September

Ich habe das Gefühl, Danyal Bayaz will sich unbedingt beliebt machen. Zumindest bei den Neidern, den Fingerzeigern und den Nachbarsanschwärzern. Denen soll das Denunzieren noch leichter gemacht werden.

Der eine oder andere wird sich jetzt sicherlich fragen: Steuerbetrug? Ja, wenn da jemand betrügt, gehört der bestraft, schließlich ist es ja ein Betrug an jedem, der ordentlich Steuern bezahlt. So weit, so richtig.

Die jetzige Maßnahme, praktisch von jedem Smartphone aus jemanden anzuschwärzen, ohne den eigenen Namen zu hinterlassen, bedeutet aber, dass es diese Betrüger wie Sand am Meer, hinter jedem Busch geben muss. Das erinnert mich an die Bonpflicht, jeder wird so behandelt, als betrügt er andauernd.

Ein solches Denken zeigt uns das Weltbild der Grünen und - leider - mittlerweile wohl auch einiger Unionsmitglieder. Der Bürger muss kontrolliert, zensiert, beschränkt und beherrscht werden, ansonsten käme der noch auf die Idee, eigenständig zu denken und zu handeln!

Unsere Gesellschaft wird immer gereizter und gespaltener, aber anstatt wenigstens zu versuchen, das zu kitten, wird durch die Förderung der „Blockwart-Mentalität“ durch unsere grüngeführte Landesregierung noch zusätzlich Öl ins Feuer gegossen.

Das ist linkes Gedankengut - nur ein kontrollierter Bürger ist ein guter Bürger, wer nichts zu verbergen hat, kann auch nichts gegen seine Durchleuchtung haben.

Dazu passt, dass die beiden großen Linken, Grüne und SPD, eine Koalition mit der kleinen Linken nicht ausschließen wollen.

Mein Vorschlag: Ausgaben auf das Sinnvolle beschränken, dann muss man nicht jeden Bürger wie einen potenziellen Betrüger behandeln und kann endlich die Verwaltung und die Schulen digitalisieren, die hätten es nämlich wirklich nötig.

Ralph Kittl, Kirchheim

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