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Gut gemeint, aber nicht gut gemacht

Zum Leserbrief „502-333 - da wirst Du geholfen“ vom 3. Februar sowie zur Berichterstattung über die Impfung für Senioren

Stimmt, Herr Dr. Herzberg, das wäre tatsächlich eine sinnvolle Aktion gewesen - nicht jeder über 80 muss sich selbst kümmern, sondern es wird vonseiten der Stadt Kirchheim geholfen und koordiniert . . . ein Traum für jeden Corona-Impf-Interessierten über 80. Nur leider klappt das in Kirchheim nicht so ganz: Meine Eltern, beide über 80, erhalten jeweils das besagte Schreiben der Stadt Kirchheim, woraufhin ich als Sohn dort anrufe, alle Daten und meine Handynummer durchgebe und die Zusage bekomme: „Wir kümmern uns darum, die Eltern brauchen nichts mehr zu unternehmen.“ Super! Nach zwei Tagen erhalte ich einen Anruf von der Stadt auf dem Handy mit folgender Aussage: „Ja, es tut uns sehr leid, aber es geht jetzt doch nicht, da sich zu viele gemeldet haben, und die Stadt Kirchheim kann sich nur noch um über 80-Jährige ohne Angehörige beziehungsweise sonstige Helfer kümmern!“

Hoppla, das kann nun wohl aber auch nicht sein, nachdem keinerlei diesbezügliche Info im Schreiben zu finden war. 1000 oder mehr Leute angeschrieben, und es melden sich jetzt fast so viele? Damit konnte man natürlich nicht rechnen - unglaublich!

Mein Fazit: wieder nichts bis zum Ende Durchdachtes angestoßen, wieder nur Leute verwirrt, genauso sinnlos, wie aktuell die 116 117 anzurufen, gut gemeint heißt eben noch lange nicht gut gemacht.

Achim John, Dettingen

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