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Gut so!

Na also, möchte man fast sagen, geht doch! Aber so einfach ist es dann doch nicht. Michael Holz und Andreas Kenner haben im Vorfeld der Musiknacht quasi einen Stein ins Wasser geworfen, der ganz schöne Kreise gezogen hat. Es ist zweifellos so, dass die Auflagen die Macher des größten Kirchheimer Sommerfestes immer mehr in Bedrängnis bringen, auch kostenseitig. Nur: Da kann auch die Verwaltungsseite nichts dafür, die Vorgaben gibt es, sie werden nicht im Kirchheimer Rathaus erfunden.

Sicherheit beispielsweise bekommt nun mal angesichts der Bedrohungen immer mehr Gewicht. Klar ist man irritiert, wenn am unteren Ende der Max-Eyth-Straße am Postplatz eine Lkw-Sperre aufgebaut ist. Aber spätestens nach den Ereignissen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ist bei Großevents nichts mehr, wie es war.

Logisch, dass die Oberbürgermeisterin angesichts des „Vorpreschens“ von Holz und Kenner ein bisschen sauer ist. Aber sie ist Vollprofi, will die Veranstaltung und weiß, dass man Kompromisse braucht. Natürlich sitzen die Fachleute für das unübersichtlichere Gestrüpp von Verordnungen im Rathaus. Diese Aufgaben dort zu übernehmen, erscheint logisch, da sind selbst erfahrene Eventmanager irgendwann überfordert. Deswegen die Rathausmannschaft als Veranstaltungsverhinderer hochzustilisieren, ist Blödsinn.

Also: Alle Beteiligten setzen sich in Kürze zusammen und diskutieren über die Musiknacht. Entspricht im Übrigen einem Grundsatz aus der Gesprächspsychologie: Miteinander reden, nicht übereinander. Gut so! Von Günter Kahlert

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