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Gutes Beispiel soll was bewirken

Zum Leserbrief „Samstags demonstrieren“ vom 14. März

Es geht doch nicht darum, ob jemand, wie Ute Dahner es ausdrückt, zur „Sektierer-Fraktion der sogenannten Klimawandel-Leugner“ gehört, oder ob man sich zu der Mehrheit rechnet, die den Klimawandel als menschengemacht annimmt. Wobei die Mehrheit kein Beweis für die Richtigkeit ist.

Nein, sondern es geht, wie ich in meinem Leserbrief geschrieben habe, erstens darum, dass die Jugendlichen sich selber schaden, wenn sie widerrechtlich der Schule fernbleiben. Es ist doch wichtig, dass diese Schüler so viel wie möglich lernen, um klüger zu werden als diejenigen Erwachsenen, die den Klimawandel seither nicht verhindern konnten.

Und zweitens, wenn anstatt dem Schulschwänzen eine Samstags-Demo von den gleichen hochrangigen Politikern lobend ins Bewusstsein der Bevölkerung gebracht würde, könnte dies sogar eine viel größere Wirkung erzielen. Warum? Weil die Schüler damit ihre Freizeit, den Discobesuch oder sonstige Events dafür opferten, was den Erwachsenen beispielhaft bewusst machen könnte, dass die Treibhaus-Emission einzudämmen auch persönliche Opfer bedeutet. Beispielsweise kann das der Verzicht auf unnötige Autofahrten sein, oder der Urlaub mal im Ländle anstatt per Flugzeug oder Schiff, oder das Bewusst machen, dass die in Mode gekommenen SUV einen höheren CO2-Ausstoß haben.

Ich hoffe auch sehr, dass in unserer Gesellschaft ein gutes Beispiel immer noch mehr bewirkt, als das Übertreten eines Gesetzes.

Jürgen Rieker, Notzingen

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