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Habemus gubernationem

Zur Berichterstattung über die Regierungsbildung

Wer - außer ihr natürlich! - hätte das noch zu hoffen gewagt? Nach dem gescheiterten Techtelmechtel mit zwei von ihr umschmeichelten, aber dann teilweise doch zu nassforschen Jamaikanern ist unser aller Mutti kraft einer sozialdemokratischen Samenspende doch noch einmal niedergekommen und hat - ein gutes Stück schon nach den Wechseljahren - eine weitere GroKo geboren. Die SPD war noch damit beschäftigt, das Ejakulat all ihrer Mitglieder für die Zeugung zusammenzukratzen, da benannte der bajuwarische Vormundsverein der CDU schon ein Triumvirat aus gestandenen Mannsbildern fürs Regieren in Berlin: Müller, Scheuer und den ausgesöderten Heimatvertriebenen Seehofer, eine Art christsoziale GmibH: Glyphosat, Maut, Inneres, Bau und Heimat(museum). Nicht zu vergessen natürlich das Frauenquötchen dieser Dreifaltigkeit: Dorothee, das Digital-Dirndl.

Und wie immer hat die Republik nun hinzunehmen, dass ein einziges ihrer 16 Bundesländer, dessen christsoziale Umzäunung die kuschende CDU aus Angst vor den Alpen-Puigdemonts immer noch nicht zu übersteigen wagt, mehr als 20 Prozent aller Sitze im Kabinett für sich reklamiert. Die „Juniorpartner“ dieser Lederhosen-Vormacht haben angesichts ihrer letztjährigen Wahlschlappe das ihnen noch verbliebende Profil zwar nahezu runderneuert und viele der Mohren, die für sie bis dahin - und manche gar nicht so schlecht! - ihre Schuldigkeit getan hatten, in der Versenkung verschwinden lassen. Aber ob das ausreicht, um die AfD, die Aufbereiter fremdenbereinigten Deutschtums, schrumpfen zu lassen, steht in den Sternen.

Was bleibt einem als Bürger da anderes übrig, als die Kabinettstückchen derer, die uns nun regieren werden, bis zum nächsten Kreuzltag abzuwarten, zu gustieren oder hinunterzuwürgen?

Hans Riek, Weilheim

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