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Haben wir unbegrenzt Platz?

Zum Artikel „Kirchheim wird nicht zur Seebrücke“ vom 17. Oktober

Der Kirchheimer Gemeinderat hat dagegen gestimmt, dass die Stadt zum sicheren Hafen wird. Damit haben wir ein Zeichen gesetzt, dass wir keine weltoffene und humane Stadt sind. So lautet die pauschale Meinung.

Welches Zeichen wollten wir denn setzen? Ein Zeichen an all die Menschen, die noch an Afrikas Grenzen stehen und darauf warten, mit Schleusern nach Deutschland gebracht zu werden? Dass wir unbegrenzt Platz und Geld haben und wir immer noch eine ungebrochene Willkommenskultur haben? Wollen wir mit solchen Aktionen nun vollends Tür und Tor öffnen für die unendlich vielen Menschen, die wir offenbar nach Deutschland zerren sollten, nur weil wir weltoffen, human und bunt sein müssen?

Denken wir nicht daran, dass auch unsere Ressourcen und unsere Geduld einmal enden müssen? Vielleicht sollten linke und grüne Politiker, und all jene, die diese Politik unterstützen, auch einmal daran denken, dass eine Gesellschaft nicht unendlich überfordert werden darf. Denn das, was wir heute tun, beziehungsweise nicht tun, ist der Nährboden für Flucht, Schleuser und Extremismus.

Man kann nur hoffen, dass diese Zeichensetzer selbst ihre Wohnhäuser freimachen, um diese Menschen aufzunehmen. Sozialwohnungen werden seit 2015 aus obigem Grund ja genug benötigt. Und sie sollten auch demokratische Entscheidungen akzeptieren, und solche, die nicht im Mainstream mitlaufen, nicht an den Pranger stellen. Eine Grundform der Demokratie ist die Meinungsfreiheit und die Akzeptanz von Andersdenkenden!

Gert Carstens, Kirchheim

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