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Heute gleich wie damals: Die grüne Wunderpflanze ist nach wie vor tabu

Foto: Carsten Riedl
Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. Wie dem Teckboten vom 7. September 1996 zu entnehmen ist, kehrte in Nabern vor 25 Jahren die Wunderpflanze Hanf zurück, angebaut auf einem von vier Versuchsfeldern im Kreis. Landwirt Rainer Möhls wusste damals schon um die Vorzüge des Krauts, das auf seinem 36 Ar großen Feld wuchs, auch wenn es sich nur um sogenannten Nutzhanf handelte, also nahezu ohne das berauschende THC, das Marihuanakonsumenten so schätzen. Trotzdem zeigte sich: Die Pflanze ist ein wahrer Alleskönner. Die reißfesten Fasern sind nicht nur perfekter Dämmstoff, sondern auch für die Automobil- und Bekleidungsindustrie ein interessan­ter Rohstoff. Allerdings könnte die Pflanze in ihrer Urform, also mit THC, noch deutlich mehr, beispielsweise in der Medizin. Wie Ärzte bereits vor 25 Jahren erkannten, könnten die Wirkstoffe bei Depressionen und in der Schmerztherapie wahre Wunder bewirken. Zudem betonten sie bereits damals, dass die Nebenwirkungen vernachlässigbar seien, verglichen mit Tabak und Alkohol. Der Cannabiskonsum in Deutschland ist aber heute noch illegal. Mittlerweile hat sich der medizinische Einsatz immerhin durchgesetzt.cd


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