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Hochwertige Ackerflächen

Zur Berichterstattung über die Planungen am Hungerberg vom 20. März

Die hochwertigen, der Nahrungsmittelproduktion dienenden Ackerflächen des Hungerbergs sollen in ein Gewerbegebiet umwandelt werden. Dazu werden Straßen, Wege, Parkplätze asphaltiert und Gebäude errichtet.

Ich bin sicher, dass Dachbegrünungen und weitere flankierende Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen, um die Wasserrückhaltefähigkeit des Ackerbodens zu kompensieren. Ich bin überzeugt, dass die asphaltierten und betonierten Flächen, die sich tagsüber im Sonnenlicht aufheizen, einen massiven negativen Einfluss auf die abendliche Frischluftzufuhr für Kirchheim haben. Dies kann auch nicht durch die geplante Stromlinienform der Gebäude ausgeglichen werden. Für mich steht fest, dass der Verlust an Ackerfläche nicht durch Auffüllen mit gutem Humus an anderer Stelle wett gemacht werden kann. Auch die Annahme, dass der regionale Grünzug an dieser Stelle keine Rolle für den Naturschutz spielt, ist falsch. Ihm kommt bei der Wasserrückhaltung, der Kühlung, der Frischluftzufuhr, der Biodiversität und der Nahrungsmittelproduktion eine entscheidende Rolle zu, von der Mensch, Natur und Umwelt im hohen Maße profitieren.

Mit einem immensem planerischen, technischen und finanziellen Aufwand wird einmal mehr versucht, dem Flächenfraß ein grünes Mäntelchen umzuhängen. Ich bin sicher, mit dem gleichen Aufwand könnten wir eine der in der Region Stuttgart reichlich vorhandenen Brachflächen aktivieren und eine erheblich bessere volkswirtschaftliche und ökologische Bilanz erzielen.

Rosemarie Fano, Kirchheim

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