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Hohle Demo-Teilnehmer?

Zur Berichterstattung über die Demonstration in Berlin gegen die Corona-Beschränkungen

Liebe Corona-Leugner und Teilnehmer an der Demonstration „Das Ende der Pandemie . . .“ in Berlin vom ersten Augustwochenende, das mit der Mathematik ist ja nicht so jedermanns Sache! Hinsichtlich der Teilnehmerzahlen kommt es zwischen Ordnungskräften einerseits und den Veranstaltern beziehungsweise Teilnehmern andererseits auch diesmal wieder zu unterschiedlichen Meinungen. Vielleicht hilft hier die Mathematik weiter:

Der „17. Juni“ - so nennt der Berliner die Straße vom „Großen Stern“ zum Brandenburger Tor - ist circa 800 Meter lang und circa 35 Meter breit. Die Gesamtfläche ist somit 800 Meter mal 35 Meter, was 28 000 Quadratmeter ergibt.

Wenn auf 28 000 Quadratmeter 1 300 000 Menschen stehen würden, hätte jeder Mensch (28 000 Quadratmeter geteilt durch 1 300 000 Menschen) 0,022 Quadratmeter Platz. Zum Vergleich: Ein DIN-A-4-Blatt mit den Maßen 0,297 Meter mal 0,210 Meter entspricht daher 0,062 Quadratmeter. Das bedeutet, dass circa drei Menschen auf einem Blatt DIN-A-4-Papier stehen müssten. Das scheint ziemlich schwierig zu sein! Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Dennoch, glaubt man also ungeprüft den Teilnehmerangaben in den sozialen Medien, ist es auf der verfügbaren Fläche des „17. Juni“ offensichtlich möglich. Dann müsste es aber so sein, dass die Demo-Teilnehmer alle so hohl sind, dass man drei von ihnen ineinander stopfen können muss. Ich hoffe für die Demo-Teilnehmer, dass dem nicht so ist!

Nachdenken über Zahlen hilft manchmal beim Finden der Wahrheit.

Matthias Oswald, Dettingen

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