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Homeoffice: Fluch und Segen zugleich

Stimmung Seit Corona wird viel mehr Arbeit als früher von zu Hause aus erledigt. Studien belegen, dass Arbeitnehmer dies unterschiedlich bewerten. Von Irene Strifler

In vielen Berufen hat gar niemand die Möglichkeit, zwischen Homeoffice und Anwesenheit zu wählen: in der Pflege beispielsweise, auf dem Bau, in Dienstleistungsberufen wie etwa dem der Friseurin. Dort, wo es möglich ist, die Arbeit von zu Hause aus zu erledigen, boomt Homeoffice seit Corona grassiert.

In einer Langzeitstudie hat die Universität Konstanz von März bis Oktober 2020 insgesamt 699 repräsentativ ausgewählte Erwerbstätige begleitet. Demnach schätzen Arbeitnehmer am Homeoffice vor allem, nämlich zu 73 Prozent der Befragten, dass der tägliche Pendelweg wegfällt. Über die Hälfte will auch später nicht auf die Möglichkeit verzichten, zumindest einen Teil der Arbeit von zu Hause aus erledigen zu können. Die meisten wünschen sich zwei bis drei Tage pro Woche Homeoffice.

Was 62 Prozent der Befragten am regulären Arbeitsplatz lieben, ist der persönliche Austausch mit Kollegen. Der wird vor allem in kreativen Berufen vermisst: 40 Prozent betonen, die persönliche Interaktion am Arbeitsplatz zu benötigen, um kreativ zu sein.

Das Thema Homeoffice wird jedenfalls überall dort, wo es möglich ist, diskutiert. Auch in der Teckboten-Redaktion gibt es unterschiedliche Ansichten.

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