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Ihr Herz schlägt für Nürtingen

Stadtmarketing Madeleine Hummel ist die neue Tourismusbeauftragte der Stadt am Neckar.

Madeleine Hummel ist seit 1. Juli Tourismusmanagerin der Stadt Nürtingen. Foto: Anneliese Lieb
Madeleine Hummel ist seit 1. Juli Tourismusmanagerin der Stadt Nürtingen. Foto: Anneliese Lieb

Nürtingen. Radler mit gepackten Satteltaschen, Camper auf dem Oberensinger Festplatz und Wanderer in Hölderlins Landschaft. An sonnigen Sommertagen trifft man auch in Nürtingen regelmäßig Touristen. Sehr zur Freude von Madeleine Hummel, der neuen Tourismusbeauftragten der Stadt Nürtingen. Die 27-Jährige ist im Amt für Stadtmarketing, Tourismus und Klimaschutz Nachfolgerin von Jasmin Groß, die jetzt in Elternzeit ist.

Der Tourismus ist durch die Pandemie stark eingeschränkt. Sind bei Familien deshalb regionale Entdeckungstouren gefragt? „An schönen Sommertagen gibt es auch bei uns im i-Punkt vermehrt Anfragen“, sagt Madeleine Hummel. Die Nachfrage könnte aber noch deutlich höher sein. Erfreulich - und das schon vor Corona - war die Zahl der Übernachtungen auf dem Nürtinger Reisemobilstellplatz. Seit der Eröffnung am 10. Juli wurden innerhalb von zehn Tagen 107 bezahlte Pauschalen registriert. Rund 260 Übernachtungen wurden gezählt. „Die Zahlen sind auf die Einnahmen aus Parkgebühren zurückzuführen“, erklärt die Tourismusförderin. Vom 21. Juli bis Mitte August wurden 262 Pauschalen abgerechnet. „Hier erwarten wir in den nächsten Monaten noch ein deutliches Wachstum, wenn sich die Öffnung in entsprechenden Kreisen herumspricht.“

Viele stoppen nur kurz

Und wie sieht es auf dem Neckartalradweg aus? Immer wieder trifft man Besucher, die mit ihrem bepackten Rad unterwegs sind. Manche suchen nach einer Gaststätte, andere wollen sich Nürtingen genauer anschauen. „Viele machen aber nur einen Zwischenstopp“, bedauert Madeleine Hummel, dass noch zu wenige Radler in Nürtingen übernachten.

Um den Tourismus noch mehr anzukurbeln, setzt sie auf Kooperationen. „Wir dürfen Nürtingen nicht isoliert betrachten, sondern müssen die Stadt als Teil der Region sehen.“ Gut findet sie die Schwäbische Alb-Card, die von 150 Partnern mitgetragen wird. Auch Nürtingen ins Portfolio einzubinden, hält sie für erstrebenswert. In Vorbereitung sei auch eine Regio-Card für die Region Stuttgart. Sehr gefragt sind die „Hochgehberge“. Dass Nürtingen hier am Startpunkt Galgenberg mit dem Café Heinrich eine neue Attraktion geschaffen hat, wird den Gäs­ten gefallen. Anneliese Lieb

Bereits im Blick hat Madeleine Hummel die CMT. Sie hofft, dass die Messe auf den Fildern im kommenden Jahr wieder öffnen darf. Als Studentin hat sie auf der Landesmesse ein Studiensemester absolviert und war im Projektteam der CMT. Erfahrungen, von denen auch Nürtingen profitieren wird. Ideen hat Madeleine Hummel viele. Sie ist für alle anstehenden Aufgaben im Tourismus gerüstet.

Nürtingen sei stark geprägt vom Geschäftsreisetourismus. Ergänzend dazu möchte Madeleine Hummel ein zweites Standbein im Freizeittourismus aufbauen. „Nürtingen hat viel Potenzial, wir haben Radwege, ansprechende Kulturangebote und eine tolle Altstadt. Alles Punkte um verstärkt in die Werbung einzusteigen“, sagt die Gesundheits- und Tourismusmanagerin.

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