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Immer nur Auto?

Zum Artikel „Streit um E-Mobilität“ vom 21. März

Ökologie von oben? Wer baut Ladestrukturen für E-Mobile im Kosovo, Slowenien, Lettland? Direkte Nachbarn unseres Gesetzgebungsreviers machen es sich gegebenenfalls lukrativ. Andererseits ist es Vergeudung, wenn jede Tankstelle Zapfstellen hat für Diesel, Benzin E10, Super, Gas, Wasserstoff, für Batterie-„schnell“-Ladung mehrere.

Großer Zahlenstreit, wie viele gut bezahlte Arbeitsplätze schicksalsträchtig abgebaut werden! Seltsam ist, dass man lange nichts liest zu „Bedingungslosem Grundeinkommen“. Das liegt sicher unter anderem an Verfassungsproblemen bezüglich Gleichheit, da zur Eingrenzung persönliche Qualifizierung sein müsste. Ein Grundeinkommen für alle stellt die Wirtschaft gegebenenfalls vor Produktionsausfälle, die größer wären als der Konsumrückgang. Nicht berechenbare Situationen sind der Finanzwirtschaft ein Horror. Investitionen aus Geldspeichern würden inländisch schlecht belohnt, mit Wirkung zum Beispiel auf Versicherungen.

Die Spiele der Finanz- und Arbeitswelt, Grundsätze der Demokratie gegenüberzustellen, müsste eigentlich Verfassungsrechtlern die Haare zu Berg stehen lassen. Wirtschaft funktioniert in autokratischen Unternehmenseinheiten. Genossenschaften sind Einzelfälle. Gäbe es einen Staat, der qualifiziertes Grundeinkommen zuließe, so würden viele Menschen gerne dort leben. Qualifizierung dafür (Ungleichheit wie im Arbeitsleben) wäre zu erwerben durch ausgebildete Sozialkompetenz, kreative Dienstbereitschaft für werthaltige Wohnwelten, Sport (ohne „Motorsport“), ehrenvolle kommunale Dienste, Landschaftspflege, führungsoffene kulturelle Integrationsprojekte.

Wünschenswert wären kostenlose Mitfahrgelegenheiten, zum Beispiel im Nahverkehr, in beruflicher Auszeit bei Hinterlegung des Führerscheins. Muss immer gearbeitet werden, damit kein noch größerer Unsinn geschieht?

Karl Dannenhauer Weilheim

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