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In der Natur entspannen

Zum geplanten Gewerbegebiet am Hungerberg

Im Oktober 1998 bezogen wir „Am Lindele“ in der Siedlung „Pfaffenhalde“ in Kirchheim unsere Doppelhaushälfte: Vater, Mutter und zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren. Es war - und ist - unser Traumhäusle!

Das Haus liegt nahe der Innenstadt Kirchheim mit S-Bahnhof und Busbahnhof. Es gibt Arbeits- und Einkaufsmöglichkeiten, Ämter, kulturelle Angebote für uns Eltern. Für die Kinder sind Schulen, Kindergarten, Vereine und andere Freizeitangebote zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar, als sie ein wenig älter waren. In der Freizeit trafen sie sich mit ihren Freunden und erkundeten ohne Gefahren die Natur entlang dem Jauchertbach und Gießnaubach. Es zogen Zwergkaninchen in unser Gartenhaus ein, später bereicherte ein Hund unser Familienleben.

Auch wir Eltern genossen Entspannung an der frischen Luft bei täglichen Spaziergängen oder Ausfahrten mit dem Fahrrad mit unserem Hund. Jenseits der Auto­bahn zwischen Dettingen, ­Nabern und Kirchheim gibt es Wiesen- und Feldwege, die unserem Leben Weite und Bewegungsfreiheit in der Natur schenken! Unsere Kinder sind inzwischen Erwachsene, die mitten im Leben stehen!

Wie wichtig war und ist für uns als Familie dieses Leben so nahe an der Natur! Wie heilsam wirkte dieser Ort bei der Erziehung unserer Kinder mit! Wie wichtig ist auch gerade jetzt in dieser schweren Zeit der Pandemie für alle Menschen die Möglichkeit, sich in der Natur zu entspannen!

Menschen aus Kirchheim, Nabern und Dettingen sind betroffen. Wie wird unser Leben aussehen, wenn diese „Oase“ verschwindet und Industriehallen, Straßen sowie asphaltierten Flächen weichen muss?

Barbara Guambe, Kirchheim

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