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In Litauen einen Traum erfüllt

Orientierungslauf Die Dettingerin Marlene Fritz hat bei der Jugend-Europameisterschaft mitgemischt.

Dettingen. Vor einem Jahr war sie nach der kurzfristigen, coronabedingten Absage der Jugend-Europameisterschaft noch reichlich geknickt, nun wurde ihr Traum erfüllt: Die Dettingerin Marlene Fritz hat sich bei der EM in Litauen wacker geschlagen. Im Langdistanzrennen überzeugte sie mit Platz 13 im internationalen Feld.

Vor dem Start in Vilnius lief nicht alles rund. „Die besonders strengen Corona-Regeln in Baden-­Württemberg machten die Vorbereitung schwierig und den Erwerb von Wettkampfpraxis zu Hause unmöglich“, blickt Kristine Fritz, Mutter der Nachwuchssportlerin, zurück. Praxis sei jedoch essenziell, weil das schnelle Erkennen der Geländeformationen sowie der Abgleich mit der Karte nur mit viel Übung während des schnellen Laufens gelänge. Wettkämpfe in anderen Bundesländern sowie die direkte Vorbereitung im steilen französischen Jura sorgten für Ersatz. In Ungarn folgte eine weitere Trainingswoche, um anschließend in Berlin das Trainingslager des Bundeskaders zu bestreiten. Von Berlin dann der Trip per Flugzeug nach Vilnius in die EM-Bubble.

Im ersten Wettbewerb, der Langdistanz der D16 mit 4,9 Kilometern und 175 Höhenmetern, lief Marlene Fritz konzentriert, auch wenn ihr an einem Posten ein Fehler unterlief. Dank eines GPS-Senders, den sie erstmals in ihrer Karriere trug, konnten sogar die daheimgebliebene Verwandte und Bekannte das Rennen am Laptop verfolgen, sahen dabei auch das Missgeschick. Platz 13 bedeutet jedenfalls das beste Wald-Ergebnis seit etlichen Jahren einer deutschen Starterin.

In der Staffel lief es für Marlene Fritz und ihre Teamkameradinnen zunächst passabel, doch aus dem zwischenzeitlichen fünften Platz wurde am Ende der fünfzehnte. Beim abschließenden Sprintrennen, in der pittoresken Altstadt von Vilnius ausgetragen, belegte die Schülerin des Ludwig-Uhland-Gymnasiums Platz 32. „Es war auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis“, freute sich Marlene Fritz über die persönliche EM-Premiere. Es wird wohl nicht die letzte der Juniorin gewesen sein.rei

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