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In welcher Welt leben wir?

Zu den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Wir sind drei 15-jährige Schülerinnen von der Freihof-Realschule Kirchheim, und wir leben seit mehr als einem Jahr in einer Welt, die wir zunehmend nicht mehr verstehen können. In einer Welt, in der wir unsere Konfirmation mit vier Personen feiern durften, nachdem sie mehrmals vorher verschoben oder verboten worden war. In einer Welt, in der wir monatelang allein zu Hause gesessen sind - ohne Umarmungen oder Nähe zu unseren Freunden, ohne Abschlussfeiern, ohne Klassenfahrten, ohne so viele Ereignisse, die für uns prägend gewesen wären und die nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen sind. Was das mit uns macht, was wir dabei fühlen? Interessiert nicht.

Rücksicht? Wir sind gerne rücksichtsvoll gegenüber älteren, kranken oder schwächeren Menschen, das macht für uns Sinn!

Aber was macht es für einen Sinn, Tausende Menschen in einem Fußballstadion zu erlauben? Wo sind da die Verbote der Minis- terien? Was wird uns vorgelebt?

Von Interesse sind die Einnahmen während einer Fußball-EM, die bringen Geld in die Taschen von rücksichtslosen Menschen, da dürfen Tausende in ein Stadion zum Fußball gucken, ohne Maske!

Uns werden Klassenfahrten verboten, die lang herbeigesehnte Abschlussfahrt, ein Segeltörn mit 30 Personen, ohne Kontakt zu anderen Menschen - verboten!

Nein, das macht keinen Sinn und nein, diese Welt verstehen wir nicht mehr.

Anneliese Antonini, Lahja Haussmann und Morgane Plumion, Klasse 9b der Freihof-Realschule

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