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Indoor-Klettern in Deutschland

Rund 500 Kletterhallen in Deutschland

So wie die Zahl der Aktiven in den letzten drei Jahrzehnten stark zugenommen hat, hat es auch die Zahl der Kletterhallen. Foto: DAV/Hansi Heckmair

DAV. Das Interesse am Klettern & Bouldern nahm in den zurückliegenden Jahren stark zu. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen wieder, die der Deutsche Alpenverein (DAV) in verschiedenen Leserbefragungen und repräsentativen Studien erhoben hat.

Kletter-Arten

Klettern war ursprünglich ein Individualsport, heute ist es ein Breitensport geworden: Früher war der Fels das Maß aller Dinge; künstliche Wände in Hallen waren ursprünglich einzig zum Training für das Alpinklettern gedacht. Routen in diesen künstlichen Anlagen zu durchklettern, hat sich erst im Laufe der Zeit zu einer eigenen Disziplin entwickelt hat. Heute nun ist nicht mehr der Gipfel zwingend das Ziel, sondern vielmehr das Klettern als solches.Beim Klettern unterscheiden sich heutzutage vier Spielarten: Sportklettern indoor sowie Sportklettern outdoor, Alpinklettern und Bouldern. Mit Blick auf den Zeitaufwand ist das Sportklettern (neben dem Biken/Radfahren) die Sportart, die von DAV-Mitgliedern mit am intensivsten betrieben wird: Kletterinnen und Kletterer gehen an durchschnittlich 29,2 Tagen pro Jahr in die Kletterhalle. Zum Vergleich: Sportklettern outdoor 15,3 Tage sowie Alpines Klettern 5,4 Tage. 

Die aktuelle Kletter- und Boulderszene in Deutschland

In der (letzten) Leserbefragung des DAV-Mitgliedermagazins Panorama gaben 27 Prozent an, Sportklettern indoor zu betreiben. 21 Prozent gaben an, draußen zum Sportklettern zu gehen. Etwa 20 Prozent der DAV-Mitglieder bouldern. Die Zahl derer, die zwei oder mehrere Disziplinen betreiben, ist hoch und die Schnittmenge entsprechend groß. Eine frühere Studie (Kletteranlagen-Besucherbefragung des DAV 2013) hat ergeben, dass nur etwa 6 Prozent ausschließlich Bouldern. Der DAV geht daher davon aus, dass etwa 1/3 der Mitglieder klettert. Das heißt: Im Alpenverein waren 2017 rund 400.000 Kletterer und Boulderer organisiert. Aus einer Bedarfsbefragung 2013 weiß der DAV, dass 76 Prozent aller Kletterer in Hallen DAV-Mitglieder sind. Nimmt man das auch heute noch als Grundlage, kann man auf gut 500.000 Sportkletterer in Deutschland schließen. Es ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Aktivenzahl beim Bouldern sogar deutlich höher ausfällt, als aus den DAV-Erhebungen hervorgeht: Boulderer sind sicherlich weniger im Alpenverein aktiv als Kletterer. Insofern kann es gut sein, dass die Gesamtzahl der Kletterer und Boulderer in Deutschland sogar deutlich höher liegt als 500.000.

Rund 500 Kletterhallen in Deutschland

Dass Klettern heute einem so breiten Publikum zugänglich und also ein Breitensport ist, ist vor allem mit der immer größeren Zahl schnell erreichbarer Hallen zu erklären: Der DAV schätzt die Zahl der Kletterhallen (mit mehr als 100 Quadratmetern Kletterfläche) im Jahr 2018 auf etwa 500. Rund 220 Anlagen werden von den Sektionen des DAV betrieben, 200 weitere von kommerziellen Anbietern. Ergänzt werden die großen Kletteranlagen von kleineren Wänden, die beispielsweise in Fitnesscentern, Schulen, Universitäten oder Reha-Einrichtungen errichtet wurden.

 

 

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