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Jagd und Landwirtschaft

Zur Berichterstattung über die Afrikanische Schweinepest

Über die drohende Gefahr der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland ist derzeit überall in der Presse zu lesen. Unlängst forderte der Bauernverband den Abschuss von gut zwei Dritteln der gesamtdeutschen Schwarzwildpopulation. Unsere landwirtschaftlichen Freunde fordern, was sie am besten können, Unterstützung von uns Jägern. Im Gegenzug werden sie sicherlich auf die jährlich überzogenen Wildschadensforderungen verzichten. Den wirtschaftlichen Verlust, den wir dann durch Entsorgung der erlegten Stücke erleiden, werden sie sicherlich auch großzügig mit Jagdpachtminderung et cetera vergüten.

Natürlich werden unsere landwirtschaftlichen Freunde sich eingestehen, dass sie durch einen ausufernden industrialisierten Maisanbau erst die Grundlage für nachhaltig hohen Schwarzwildbestände geschaffen haben. Und wenn alles nicht hilft, gibt es vielleicht ja noch die Möglichkeit, die drohende Ausbreitung der ASP uns Jägern endgültig in die Schuhe zu schieben. Weil wir Jäger ja für alles, was mit Wild zu tun hat, ihrer Meinung nach verantwortlich zu machen sind und deshalb bereitwillig zu zahlen haben.

Logischerweise lassen wir Jäger uns, mit unseren Verbänden ganz vornean, wieder als willige Erfüllungsgehilfen vor den Karren spannen, um am Ende einmal mehr als die Deppen der Nation, auch in der Öffentlichkeit, dastehen zu dürfen.

Ralf König, Kirchheim

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