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Jeden Tag 500 Autos weniger

Zum geplanten Gewerbegebiet „Hungerberg“

Viele Leserbriefe beziehen sich nur auf das Thema Naherholungsgebiet. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn der „Hungerberg“ industriell bebaut wird. Aber ökologisch gesehen hat es für unsere Bevölkerung einen ganz großen Vorteil! Angenommen: Die Firma mit dem Stern baut am „Hungerberg“, und es entstehen 500 neue Arbeitsplätze. Dann sind das jeden Morgen 500 Autos weniger, die die Autobahn oder die B 10 befahren. 500 Autos am Tag, die jeweils 70 bis 80 Kilometer fahren, das sind zusammen 8,8 Millionen Kilometer pro Jahr, die an Abgas eingespart werden. Von dieser Einsparung haben wir alle etwas!

Auf meine Initiative hin ist der „Park und Ride“-Parkplatz an der Autobahnmeisterei entstanden. Jeder, der daran vorbeifährt, kann sehen, wie Fahrgemeinschaften funktionieren und dadurch weniger Verkehr entsteht! Bei frühzeitiger Planung darf die Anbindung vom „Hungerberg“ an die Teckbahn, Verlängerung der S-Bahn kein Problem darstellen. Andererseits ist die Anbindung des Gewerbegebiets Bohnau durch eine Brücke über die Autobahn mit dem direkten Anschluss an die B 465 eine echte Bereicherung für Kirchheim. (Verkehrsentlastung Stadtbereich) 46 Hektar am „Hungerberg“ ergeben im Umkehrschluss rund 30 Hektar Freifläche in Untertürkheim! Hier ist dann die Stadt Stuttgart in der Pflicht, eine neue „Grüne Lunge“ für Stuttgart zu erschaffen. Naherholung für alle Stuttgarter!

Die Technologie für den Wasserstoffantrieb ist in Nabern jahrzehntelang erforscht worden, die B-Klasse-Autos oder GLKs hat jeder schon fahren gesehen, die Omnibusse sind im täglichen Einsatz auf der Filderlinie zum Flughafen. Das funktioniert! Wenn unser Ländle, als „Autoländle“, nicht in der Lage ist, die Umstellung vom Verbrennungs-motor zum Wasserstoffantrieb zu bewerkstelligen, dann werden wir nicht, wie Karl Zimmermann in seinem Artikel beschrieb, das „neue Ruhrgebiet“, sondern zum „Notstandsgebiet“ mit vielen Arbeitslosen. Fuel-Cell in Dettingen, neuer Stadtpark in Untertürkheim und alle sind zufrieden!

Hans Falkenstein, Kirchheim

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