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„Jeder kann auch selbst vorsorgen“

Schutz Schlierbach sieht sich für Hochwasserkatastrophen gut gerüstet. An Privathaushalte werden Sandsäcke verteilt.

Schlierbach. Die Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind noch frisch in Erinnerung: Grund genug für die Gemeinde Schlierbach, eine eigene Bestandsaufnahme über die örtlichen Maßnahmen zum Hochwasserschutz zu machen. „Uns war wichtig, über das Thema zu informieren, solange es noch präsent ist“, sagt Schlierbachs Bürgermeister Sascha Krötz.

Insgesamt sieht sich die Gemeinde in Sachen Hochwasser und Starkregenereignissen gut aufgestellt. Kanalisation und Regen- überlaufbecken sind in gutem Zustand, zusätzlich sind Retentionsflächen ausgewiesen, die Wassermassen abpuffern können. So wird beispielsweise das Oberflächenwasser im Gewerbegebiet nicht direkt in die Kanalisation abgeführt, sondern in einer Retentionsmulde aufgefangen. Schächte, Straßeneinläufe und Gräben werden regelmäßig kontrolliert und gereinigt.

Dennoch ist klar, dass bei sehr großen Regenmengen auch die bes- te Kanalisation irgendwann überfordert ist. Immerhin: Die Warnung der Bevölkerung wäre im Ernstfall sichergestellt, wie Bürgermeister Sascha Krötz sagt: „Unsere Sirenen haben beim letzten Warntag funktioniert.“ Dennoch gelte: „Jeder kann auch selbst vorsorgen.“ Dafür bietet beispielsweise die Feuerwehr einmal im Jahr eine Sandsack-Aktion für Privatpersonen an und gibt Sandsäcke aus. Und: Die Gemeindeverwaltung arbeitet gerade an einer Info-Broschüre zum Hochwasserschutz, die an alle Haushalte im Ort verteilt werden soll.vs

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